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		<title>medienforum.nrw</title>
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		<lastBuildDate>Fri, 10 Feb 2012 10:02:00 +0100</lastBuildDate>
		
		
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			<title>Medienforum.NRW startet Ableger in Berlin mit internationalem Expertendialog zu Open Data und Open Government</title>
			<link>http://www.medienforum.nrw.de/nc/de/presse/pressemitteilungen/volltext/article/medienforumnrw-startet-ableger-in-berlin-mit-internationalem-expertendialog-zu-open-data-und-open-g.html</link>
			<description>Tim Kelsey (Großbritannien) und Liia Hänni (Estland) zu Gast in der NRW-Landesvertretung beim...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">„Uns fehlt es an Innovationskultur“, nannte <b>Marc Jan Eumann</b> (SPD) einen wichtigen Grund dafür, dass Deutschland bislang noch nicht der internationalen Vereinigung Open Government Partnership beigetreten ist. Der nordrhein-westfälische Medien-Staatssekretär sagte beim Medienforum.Berlin, die angestrebte Online-Transparenz von Politik und öffentlicher Verwaltung benötige eine neue Kultur, die sich erst allmählich entwickle. Die nordrhein-westfälische Landesregierung habe sich mit ihrem Kabinettsbeschluss „Open NRW“ vorgenommen, aus Bürgern Beteiligte zu machen. Online-Konsultationen zur Medienkompetenz, zur Lage der Hochschulen oder über die Eine-Welt-Politik hätten zu ermutigenden Ergebnissen geführt. Bei Open Data gebe es im Land erste Ansätze, es fehle jedoch eine mit Bund und Kommunen abgestimmte Strategie.<br /><br />Vor 150 Gästen in der NRW Landesvertretung berichteten <b>Tim Kelsey</b>, London, und Liia Hänni<b></b>, Tallin, über den Stand der Entwicklung von Open Data und Open Government in ihren Heimatländern. Kelsey, Executive Director für Transparenz und Open Data in der britischen Regierung, kündigte Umwälzungen im Umgang seiner Regierung mit diesen Fragen an. Open Data solle zu einer wichtigen Grundlage für die Entwicklung der digitalen Wirtschaft werden. Einerseits könnten Trading Funds mit Daten Geld verdienen, andererseits müsse es auch Services geben, die von Bürgern kostenlos genutzt werden könnten. Das Spektrum der Anwendungsmöglichkeiten reiche vom Gesundheitssektor bis zu Informationssystemen für freie Parkplätze, erklärte Kelsey.<br /><br />Mit einer Keynote hatte <b>Liia Hänni</b>, von 1992 bis 1995 estnische Reformministerin, das Medienforum.Berlin eröffnet und drei Entwicklungsphasen präsentiert, die Estland schließlich zu einem Vorzeigestaat in puncto E-Government gemacht hätten. Zunächst seien in Schulen und Internet-Cafés freie Online-Zugänge geschaffen worden. Anschließend hätten Staat und Verwaltung alle Informationssysteme erst dezentral vernetzt („X-Road“) und schließlich für alle Bürger geöffnet. Voraussetzung für den Zugang zu Open Government und Open Data sei, dass alle Nutzer ihre Identität mit einer elektronischen Ausweiskarte nachweisen könnten. So ließen sich Wahlen und Behördenanträge völlig ohne Papier abwickeln. „Wir glauben an die elektronische Welt und sind stolz, Pioniere in diesem Bereich zu sein“, sagte Hänni, die inzwischen Programmdirektorin für den Bereich E-Demokratie/E-Partizipation der eGovernance Academy inTallinn ist.<br /><br />Kelsey warb in Berlin für einen Beitritt Deutschlands zur Open Government Partnership. Während Großbritannien – ebenso wie die USA, Norwegen, Brasilien, Mexiko, die Philippinen und Indonesien – dieser weltumspannenden Initiative bereits beigetreten sind, hält sich Deutschland noch zurück. <b>Beate Lohmann</b>, die im Bundesinnenministerium die Abteilung für Verwaltungsmodernisierung und Verwaltungsorganisation leitet, verwies darauf, der IT-Planungsrat lege im Herbst erste Ergebnisse zum Thema vor. Außerdem befinde sich das E-Government-Gesetz noch in der Ressort-Abstimmung. Das föderale System von Politik und Verwaltung mache es allerdings schwer, Daten für die Bürger über ein zentrales Portal („One-Stop-Agency“) einfach zugänglich zu machen. Die meisten Daten lägen bei den Bundesländern und den Kommunen und müssten von diesen erst einmal freigegeben und einheitlich aufbereitet werden. Die Vorreiterrolle von Estland bei der digitalen Verwaltung, so lobte Lohmann, sei „großartig und verdient unsere Bewunderung“. In Deutschland aber lägen die Dinge anders. Bislang gebe es viele gute Einzelinitiativen, aber es fehle noch ein flächendeckendes Angebot.<br /><br />Die deutsche Politik und Verwaltung ließen oft noch jegliches Verständnis für mehr Offenheit vermissen, kritisierte <b>Geraldine de Bastion</b>. Die Beraterin und Mitbegründerin des Vereins Digitale Gesellschaft e.V. klagte darüber, im Bundeskanzleramt fehle eine Initiative, die auch ressortübergreifende Akzente setze. Dadurch würden wichtige Chancen nicht wahrgenommen. Schließlich könnten Open-Data- und Open-Government-Prozesse auch wichtige Innovationen anstoßen und seien letztlich Wettbewerbsvorteile. Auch <b>Stefan Gehrke</b>, der zu den Gründern des Arbeitskreises Deutschland Open Government zählt, mahnte einen Paradigmenwechsel an. Open Service sei letztlich eine Verwaltungskultur, die dazu beitragen könne, dass Bürger ihren Regierungen wieder mehr vertrauten. Deshalb wolle sein Arbeitskreis solange aktiv sein, bis Deutschland dem internationalen Bündnis Open Government Partnership beigetreten sei. <br /><b>Christiane Bertels-Heering</b>, die stellvertretende Vorsitzende der LfM-Medienkommission, kündigte in ihrem Schlusswort an, die internationale Debatte über Open Government werde im Rahmen des 24. Medienforum.NRW in Köln fortgesetzt. Am 20. Juni wird unter anderen Juliana Rotich dabei sein. Sie ist Gründerin und Leiterin von Ushahidi, einer kenianischen Crowdsourcing-Plattform, die online Informationen und Daten über Kenia öffentlich macht.<br /><br />Das Medienforum.Berlin ist eine Veranstaltung der Landesanstalt für Medien Nordrein-Westfalen, gefördert mit Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen und der Stadt Köln. Verantwortlich für Konzeption und Durchführung ist die LfM Nova GmbH. <br /><br /><br /></p>]]></content:encoded>
			<category>Medienforum.Berlin</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 10 Feb 2012 10:02:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Open Data, Open Government</title>
			<link>http://www.medienforum.nrw.de/nc/de/presse/pressemitteilungen/volltext/article/open-data-open-government.html</link>
			<description>Neue Regeln, neue (Medien-)Politik</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Am Mittwoch dem 8. Februar 2012 findet in der Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen ab 17:30 Uhr das erste Medienforum.Berlin unter dem Motto „Open Data, Open Government – Neue Regeln, neue (Medien-)Politik“ statt, wozu wir herzlich einladen. </p>
<p class="bodytext">Weltweit haben sich Aktionsbündnisse und Netzwerke rund um die Schlagworte Open Government und Open Data gebildet. Sie setzen sich dafür ein, sowohl den Regierungs- und Verwaltungsprozess mit dessen Institutionen (Open Government) als auch die diesem Handeln zugrunde liegenden Daten und Informationen (Open Data) für den Zugriff von jedem zu öffnen. Auch in Nordrhein-Westfalen nehmen Bemühungen, offene und transparente Abläufe für Politik und insbesondere Medienpolitik zu gestalten, inzwischen eine herausragende Stellung ein. Wie sehen Prozesse aus, die diesen neuen Regeln und Anforderungen entsprechen (können)? Welche Rolle spielen dabei digitale Medien und ihre vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten? Was bleibt trotzdem unter Verschluss, was wird zugänglich? Können kleinere Staaten wie Estland, das sich als digitale Mediendemokratie international einen Namen gemacht hat, ein Vorbild für deutsche Initiativen sein? Schon seit 2005 kann dort bei Wahlen auch über das Internet abgestimmt werden. Am 20. September folgte Estland in New York der Einladung zur Gründung der Open Government Partnership. Die Bundesrepublik Deutschland war nicht dabei. Welche Impulse können Open Data und Open Government als Leitbilder für eine neue Ausrichtung der (Medien-) Politik bei Regierung und Verwaltung setzen?  </p>
<p class="bodytext">Als Gäste erwarten wir <b>Liia Hänni</b> (Ministerin a.D., Programmdirektorin des Bereichs E-Demokratie / E-Partizipation der e-Governance Academy aus Tallinn, Estland), <b>Tim Kelsey</b> (Berater der Britischen Regierung für Transparenz und Open Data, London), <b>Geraldine de Bastion</b> (Digitale Gesellschaft, Berlin) <b>Beate Lohmann</b> (Leiterin der Abteilung O Verwaltungsmodernisierung, Verwaltungsorganisation vom Bundesministerium des Innern) sowie <b>Dr. Jürgen Brautmeier</b> (Direktor Landesanstalt für Medien NRW) und <b>Marc Jan Eumann</b> (Staatssekretär bei der Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes Nordrhein-Westfalen. </p>
<p class="bodytext">Durch die Veranstaltung führt unser Tagesmoderator <b>Jan Lerch</b>. </p>
<p class="bodytext">Weitere Informationen zu den <a href="http://www.medienforum.nrw.de/index.php?id=1409" title="Referenten Medienforum.Berlin" target="_blank" class="external-link-new-window" >Gästen</a>, zur Veranstaltung sowie zu <a href="http://www.medienforum.nrw.de/de/home/medienforumberlin-tickets.html" title="Anmeldung zur Veranstaltung" target="_blank" class="external-link-new-window" >kostenlosen Registrierung</a> finden Sie unter: <a href="http://www.medienforum.nrw.de/berlin" title="Medienforum.Berlin" target="_blank" class="external-link-new-window" >www.medienforum.nrw.de/berlin</a>.  </p>]]></content:encoded>
			<category>TOP NEWS</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 08:43:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Motto für 24. Medienforum.NRW bekannt gegeben</title>
			<link>http://www.medienforum.nrw.de/nc/de/presse/pressemitteilungen/volltext/article/motto-fuer-24-medienforumnrw-bekannt-gegeben.html</link>
			<description>Kongress unter der Überschrift „Schöne neue Medienwelt: vernetzt, offen, mobil.“</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Das 24. Medienforum.NRW findet in diesem Jahr vom 18. bis 20. Juni in Köln unter dem Motto<b> „Schöne neue Medienwelt: vernetzt, offen, mobil.“</b> statt. Bei dem Kongress werden im Staatenhaus der Koelnmesse Experten über neue Entwicklungen der Medienbranche diskutieren. „Mit dem aktuellen Motto unterstreicht der Kongress einmal mehr den Anspruch, weit über die Grenzen Nordrhein-Westfalens hinaus wichtige Impulse für die Branche zu setzen“, so <b>Dr. Jürgen Brautmeier</b>, Direktor der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM). Er kündigt eine konsequent internationale Ausrichtung und einen „Blick über den Tellerrand hinaus“ an. „Wir sind Kommunikationsplattform für die Branche und Diskussionsforum für Politik und Regulierung“, beschreibt Brautmeier das Konzept des Medienkongresses, den die LfM veranstaltet.<br /><br />Die <b>Vernetzung</b> unterschiedlicher digitaler Medien und die Möglichkeiten, Inhalte immer und von überall über Netzwerke zu verbreiten, stellen Fragen, die aus soziologischer, politischer und ökonomischer Sicht, aber auch aus medizinischer und ökologischer Perspektive nach Antworten suchen. Die <b>Offenheit</b> unserer Gesellschaft und der neuen technologischen Standards fordert eine medienpolitische Debatte, deren Ziel Transparenz sein muss. Begriffe wie Open Government und Open Data stehen für die Idee, sowohl den Regulierungs- und Handlungsprozess der (Medien-)Politik für jedermann zu öffnen als auch alle Daten und Informationen, die für entsprechende Entscheidungen wichtig sind.<br /><br />Mit Smartphone und Tablet-PC erlebt die <b>mobile Mediennutzung</b> (Mobile Media) einen Boom, bei dem viele Unternehmen in einer Art Goldgräber-Stimmung gerade ihre Claims abstecken. Betriebssysteme und Patentrechte werden wie Schürfrechte gehandelt. Während Android als Betriebssystem von jedem für (fast) alles genutzt werden kann, setzen Apple und Microsoft mit ihren Entwicklungen eher auf geschlossene Systeme. Verlage modifizieren ihre Printmedien verstärkt auch für mobile Medien, und der Buchhandel verkauft zunehmend virtuelle Inhalte für Tablet-Endgeräte. Mobile Zahlungssysteme versprechen endlich ein unkompliziertes Micropayment. <br /><br />Offenheit, Vernetzung und Mobilität machen in der Digitalen Welt alle Daten leichter zugänglich – auch jene, die eines besonderen Schutzes bedürfen. Dies gilt vor allem für soziale Netzwerke. Neben das vermeintlich allmächtige Facebook ist mit Google+ ein Netzwerk getreten, das mit seiner hohen Wachstumsgeschwindigkeit zeigt, dass das Bedürfnis nach kommunikativer Vernetzung noch lange nicht gestillt ist. <br /><br /><b>Datenschutz und Datensicherheit</b> spielen deshalb eine wachsende Rolle, weil die meisten digitalen Geschäftsmodelle auf der Auswertung von personenbezogenen Daten basieren und mit der Qualität der gewonnenen Daten an Wirtschaftlichkeit gewinnen. Dieses Dilemma ist kaum aufzulösen, braucht aber eine deutliche Thematisierung, und zwar auch für den Mobile-Media-Bereich: Kein anderes Endgerät zur Mediennutzung ist so „privat und immer dabei“ wie das Smartphone – die Frage nach dem Recht an den eigenen Daten (Geo-Tagging) und der Transparenz für die Nutzer gewinnt deshalb an Bedeutung.<br /><br />&nbsp;<br />Das 24. Medienforum.NRW wird die unterschiedlichen Themenfelder in bewährter Manier aus dem Blickwinkel von <b>TV-, Film-, Digital- und Publishing-Branche</b> beleuchten. Der seit vier Jahren angebotene <b>Mobile Media Summit</b> erfährt eine deutliche Aufwertung. Auch der Kongressteil zum Thema Publishing wird ausgebaut und ein größeres Angebot für Journalisten und Verleger bieten. Die Übersicht über alle Kongress-Bereiche und Themen sowie erste Namen von Referenten werden Anfang März veröffentlicht. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Das Medienforum.NRW ist eine Veranstaltung der <b>Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM)</b>, gefördert mit Mitteln des <b>Landes Nordrhein-Westfalen </b>und der <b>Stadt Köln</b>. Verantwortlich für Konzeption und Durchführung ist die <b>LfM Nova GmbH</b>.<br /><br /></p>]]></content:encoded>
			<category>TOP NEWS</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 12 Jan 2012 17:14:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Kongress-Eröffnung: Von Medien, Macht und Menschen.</title>
			<link>http://www.medienforum.nrw.de/nc/de/presse/pressemitteilungen/volltext/article/kongress-eroeffnung-von-medien-macht-und-menschen-2.html</link>
			<description>Mediensplitter II</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">„Macht es wie die katholische Kirche. Sie fixt die Menschen in den Kirchen mit Free-Content an, um sie danach zu zahlenden Mitgliedern zu machen.“<br />(Tim Renners Rat an die Zeitungsverlage zur Umsetzung einer erfolgreichen Paid-Content-Strategie)<br /><br />„Wir sind noch im Gefängnis unserer mentalen DNA.“<br />(Prof. Knut Foeckler über die zu langsame menschliche Evolution im digitalen Zeitalter)<br /><br />„Es ist eine Überforderung der jungen Leute. Die können nicht übersehen, was in zehn, zwanzig Jahren mit ihren Daten gemacht werden könnte.“<br />(Prof. Dr. Bernd Holznagel über den zuweilen sorglosen Umgang seiner Studierenden mit Facebook, Twitter &amp; Co.)<br /><br />„Teilweise könnte man sagen, die versklaven uns.“<br />(Prof. Wolfgang Henselers Diagnose hinsichtlich unserer Abhängigkeit von digitalen Diensten und Endgeräten)<br /><br />„Ich sehe, dass Politiker Medien beeindrucken wollen, gleichzeitig aber an ihnen, den journalistischen Schleusenwärtern, verzweifeln.“<br />(Erkenntnis des ehemaligen stellvertretenden Regierungssprechers Dr. Rhomas Steg)<br /><br />„Eine Welt, die sich nicht ändert, würde mich viel ängstlicher machen.“<br />(Antwort der Online-Aktivistin Esra’a Al Shafei auf die Frage, wie sie mit der Angst vor Verfolgung und Repression umgehe)<br /><br /></p>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Sun, 26 Jun 2011 12:46:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>23. Medienforum.NRW: Von Medien, Macht und Menschen.</title>
			<link>http://www.medienforum.nrw.de/nc/de/presse/pressemitteilungen/volltext/article/23-medienforumnrw-von-medien-macht-und-menschen.html</link>
			<description>Experten diskutierten an drei Tagen die Folgen der Digitalisierung</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Unter dem Kongress-Motto „Von Medien, Macht und Menschen.“ haben renommierte Medienmanager und -politiker, Journalisten und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland beim 23. Medienforum.NRW in Köln Themen wie Werbeverbote, Netzneutralität, Medienkonzentration und den Einfluss von Twitter und Facebook auf Fernsehen, Zeitung, Hörfunk und Film diskutiert. „Wir haben die richtigen Menschen zu den wichtigen Themen zusammengebracht. Es gab politische Positionierung, provokante Statements und Lust an Diskussion und Gespräch“, lautet die Bilanz von <b>Dr. Jürgen Brautmeier</b>, Direktor der Landesanstalt für Medien NRW (LfM), die den renommierten Fachkongress veranstaltet.<br /><br />Bei der kritischen Bestandsaufnahme zeigte sich einmal mehr, dass die neuen Online-Angebote die klassischen Medien nicht verdrängen, aber schnell und nachhaltig verändern. So können Inhalte im World Wide Web ebenso Demokratisierung wie Desinformation bewirken. Zu den unübersehbaren Risiken der Internetwelt gehören auch weiterhin offene Fragen in den Bereichen Daten-, Nutzer- und Urheberrechtsschutz. Vor allem aber benötigen Bürger im Online-Zeitalter eine vielfältige Medienlandschaft und neue Formen von Medienkompetenz, um das World Wide Web souverän als Rezipient und Kommunikator nutzen zu können.<br /><br />Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin <b>Hannelore Kraft</b> sagte in ihrer medienpolitischen Grundsatzrede zum Auftakt des 23. Medienforum.NRW, dass Medienkompetenz eine Schlüsselqualifikation sei. Daher dürfe „künftig kein Kind zurückgelassen“ werden. Zugleich kündigte die Regierungschefin an, für die Initiative Digitales Medienland NRW würden bis 2013 zehn Millionen Euro bereitgestellt, um den digitalen Strukturwandel in Nordrhein-West-falen voranzutreiben. Darüber hinaus werde die Landesregierung auch für die gezielte Förderung des Lokaljournalismus Mittel zur Verfügung stellen. Die Gelder würden staatsfern und unabhängig vergeben, um beispielsweise Recherchestipendien oder Weiterbildungsangebote für Lokaljournalisten zu finanzieren. Es handle sich also keineswegs um Subventionen.<br /><br />Für die Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks schlug Hannelore Kraft vor, die Werbung 2015 zu reduzieren und nach Möglichkeit ab 2017 komplett abzuschaffen. Dafür biete die neue Haushaltsabgabe als Ersatz für die Rundfunkgebühr eine gute Basis. Damit ARD und ZDF auch bei den jüngeren Zielgruppen an Bedeutung gewinnen, so empfahl die SPD-Regierungschefin, müssten die öffentlich-rechtlichen digitalen Spartenkanäle „neu sortiert und teilweise auch zusammengeführt“ werden. Kraft regte einen digitalen Jugendkanal von ARD und ZDF an und brachte auch eine neue öffentlich-rechtliche Online-Plattform für jüngere Nutzer ins Gespräch.<br /><br />Medienministerin <b>Dr. Angelica Schwall-Düren</b> hob die Bedeutung von Open Government hervor. Politik müsse den Zusammenhang von modernen Medien und Demokratie stärker in den Blick nehmen. „Wir wollen die Bürgerinnen und Bürger an Diskussionen und Entscheidungen beteiligen. Das machen wir mit Hilfe von Online-Konsultationen im Bereich der Medienkompetenz, des Jugendmedienschutzes und der Eine-Welt-Strategie“, erklärte die Ministerin beim 23. Medienforum.NRW. Mit diesem Instrument erhielten Bürgerinitiativen, Wirtschaft, Wissenschaft und auch jeder Einzelne einen neuen Zugangsweg, um sich an der politischen Willensbildung zu beteiligen.<br /><br />„In der Übergangsphase von der analogen zur digitalen Medienwelt hat das 23. Medienforum.NRW die richtige Mischung geboten“, fasste Dr. Jürgen Brautmeier die drei Kongresstage in Köln zusammen. Der Direktor der Landesanstalt für Medien NRW (LfM) betonte, neue, auch überraschende Themen und Diskussionsteilnehmer hätten wichtige Akzente gesetzt. Das gelte für Medienmanager ebenso wie für Medienpolitiker, aber auch für Prof. Dr. Margot Käßmann oder Esra’a Al-Shafei, die als Online-Aktivistin im Mittleren Osten für Meinungsfreiheit und Menschenrechte kämpft. Für eine freie Berichterstattung setzte sich in Köln auch Dunja Mijatovic, die OSZE-Beauftragte für die Freiheit der Medien, ein. „Themen und Gäste des Medienforum.NRW zeigen eine wachsende internationale Verankerung und führen zu überraschenden neuen Perspektiven in den Diskussionen“, sagte Brautmeier und kündigte an, diesen Kurs beizubehalten.<br /><br />Das Medienforum.NRW bietet eine konsequent konvergent ausgerichtete Diskussionsplattform für alle Medienbranchen. In den vier Kongresssparten Medienforum.TV, Medienforum.Digital, Medienforum.Publishing und Medienforum.Film können Experten und Besucher unter einem gemeinsamen Dach mediale Grenzen überwinden und die Folgen der Digitalisierung verstehen lernen. „Wir setzen konsequent auf interdisziplinäre Perspektiven und innovative Formate wie Programme“, bilanzierte <b>Dr. Gernot Gehrke</b>, Geschäftsführer der LfM Nova GmbH, die für die Ausrichtung des Medienforum.NRW verantwortlich ist. „Keynotes, Workshops, Paneldiskussionen, Interviews und Präsentationen gaben der Vielfalt der Themen den passenden Rahmen.“ Bei der Auswahl von Referenten und Diskussionsteilnehmern habe sich die Mischung erfahrener Experten und junger, innovativer Medienmacher wie internationaler Top-Speaker ausgezeichnet bewährt.<br /><br />Beim Internationalen Filmkongress der Kongresssparte Medienforum.Film bot die Film- und Medienstiftung NRW erstmals auch Veranstaltungen zu Themen wie Social Communitys oder Multimedia-Storytelling an. „NRW ist Filmland und NRW ist Medienland. Der Filmkongress hat in diesem Jahr erstmals das ganze Spektrum rund um Film und Medien im Internetzeitalter abgebildet“, erklärte die Geschäftsführerin der Film- und Medienstiftung NRW, <b>Petra Müller</b>. <br />&nbsp;<br />Führende Experten haben beim Filmkongress neue Entwicklungen vorgestellt und Perspektiven aufgezeigt: So ermöglichen neue Produktionstechniken neue Erzählperspektiven, eröffnen neue Plattformen neue Vertriebs- und Geschäftsmodelle und erlauben On-Demand-Angebote neue Nutzungsformen. „Ich freue mich über die außergewöhnlich große Resonanz, die zeigt, dass unser Kongresskonzept aufgegangen ist“, sagte Petra Müller. Dies zeige, dass auch die Weiterentwicklung der Filmstiftung zur Film- und Medienstiftung NRW als integriertes Förderhaus der Branchenrealität entspreche.<br /><br />Das 23. Medienforum.NRW bot in Köln vom 20. bis 22. Juni 2011 fast siebzig Einzelveranstaltungen mit etwa 300 Referenten. Zu den Vorträgen, Podiumsdiskussionen und Workshops kamen insgesamt 3.300 Besucher. Zusammenfassungen aller Kongressveranstaltungen werden im Presse-Bereich des Internetangebotes www.medienforum.nrw.de angeboten. Video-Aufzeichnungen und Fotos wichtiger Veranstaltungsteile befinden sich online in den Bereichen Bilder und Videobox.<br /><br />Das 23. Medienforum.NRW endet am kommenden Wochenende im Kölner MediaPark mit dem <b>5. Medienfest.NRW</b>. Dort erhalten am <b>25. und 26. Juni </b>medieninteressierte Schülerinnen und Schüler, Studierende und Quereinsteiger in Vorträgen, Gesprächen und Workshops wichtige Tipps für eine berufliche Laufbahn in den Medien. Die mehr als hundert kostenlosen Programmangebote des 5. Medienfest.NRW bilden das komplette Spektrum der Medienbranche ab: von Film, Fernsehen, Journalismus und PR über Medientechnik und -management bis hin zu Games, Web und Musik. Das 5. Medienfest.NRW ist eine gemeinsame Veranstaltung des Medienforum.NRW und der Stadt Köln. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter <a href="http://www.medienfest.nrw.de/" target="_blank" class="external-link-new-window" >www.medienfest.nrw.de</a>.<br /><br /></p>]]></content:encoded>
			<category>TOP NEWS</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 24 Jun 2011 12:26:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Medienforum.Film: Power to the crowd</title>
			<link>http://www.medienforum.nrw.de/nc/de/presse/pressemitteilungen/volltext/article/medienforumfilm-power-to-the-crowd.html</link>
			<description>Schwarmfinanzierung über das Internet </description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Die digitalen Kommunikationskanäle im Internet und die sozialen Netzwerken ermöglichen neue Formen der Filmfinanzierung und -vermarktung. Crowdsourcing und Crowdfunding erlebten derzeit einen regelrechten Boom, betonte die Kommunikationswissenschaftlerin <b>Nadia Zaboura</b>. Die Referentin des Mediencluster NRW moderierte eine Expertenrunde, die im Rahmen des 23. Medienforum.NRW in Kooperation mit dem Mediencluster NRW, der C'nB –Creative &amp; Business Convention und MEDIA Antenne Düsseldorf veranstaltet wurde. Zaboura schränkte allerdings ein, nicht jedes Filmprojekt sei für die Schwarmfinanzierungsformen Crowdsourcing oder Crowdfunding geeignet.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Ein Experte auf dem Gebiet der Teilfinanzierung, bei der Kapital von Internetnutzern stammt, ist <b>Carl Esposti</b>, Gründer des Branchenportals Crowdsourcing.org, das Informationen und Best-Practice-Modelle zu Crowdsourcing und Crowdfunding sammelt und dokumentiert. „Beim Crowdfunding sind generell drei unterschiedliche Varianten zu unterscheiden“, erklärte Esposti. Dazu gehöre die Online-Investition eines Einzelnen, die sich oftmals auf einem niedrigen Preisniveau bewege und nur ein kleines Risiko beinhalte. Das zweite Modell sei eine Investition in Form einer Gewinnbeteiligung. Zur dritten Variante zählten Spenden und Zuwendungen für ein bestimmtes Projekt von Vereinen oder Organisationen. „Die Filmemacherin Jennifer Fox hat für ihren Dokumentarfilm 'My Reincarnation' auf der Plattform Kickstarter insgesamt 150.000 Dollar eingesammelt“, berichtete Esposti.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Steht die Finanzierung eines Projektes, können über crowdsourcing.org auf verschiedenen Online-Marktplätzen bestimmte Dienstleistungen in Anspruch genommen werden. In der Crowdsourcing-Kategorie „Cloud Labor“ sind beispielsweise Stellengesuche von Freelancern zu finden, die ihren Service als Fotografen, Blogger oder Cutter anbieten. Das nötige Know-how für den Aufbau einer Social Community kann in dem Workshop „Civic Engagement“ erworben werden.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Das derzeit international bekannteste Beispiel für erfolgreiches Crowdfunding ist der Spielfilm „Iron Sky“, für den der Produzent <b>Tero</b> <b>Kaukomaa</b> von der finnischen Firma Blind Spot Pictures binnen eines Jahres knapp eine halbe Million Euro eingesammelt hat. „Auf die Idee dazu hat mich der Regisseur Timo Vuorensola gebracht, der bereits seinen ersten Film 'Star Wreck' mit Unterstützung der Online-Community realisiert hat“, sagte Kaukomaa. An der Finanzierung der Sci-Fi-Parodie „Iron Sky“ haben sich weltweit bislang 134 Investoren beteiligt. <br /> „Die meisten unserer Investoren kommen aus Deutschland“, verriet Kaukomaa. Für eine Beteiligung an dieser finnisch-deutsch-australischen Koproduktion, deren Gesamtetat sich auf 7,5 Millionen. Euro beläuft, wurden verschiedene Pakete in der Größenordnung ab 1.000 Euro geschnürt.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Auf die aktive Beteiligung der Internet-Gemeinde hat auch YouTube bei dem Dokumentarfilmprojekt „Life in a Day“ gesetzt, das komplett aus User Generated Content zusammengeschnitten worden ist. Die Grundidee dazu lieferte ein ähnliches Vorläuferprojekt. Nach der Fußball-WM in Deutschland sind die Fans von Regisseur Detlev Buck auf der YouTube-Website aufgefordert worden, Videomaterial „rund um den Ball“ einzureichen. Aus dem Material aus mehr als 2.000 Einsendungen entstand die 45-minütige Doku „23 Tage“.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Bei der Produktion der Doku „Life in a Day“ wurden die User weltweit aufgefordert, am 20. Juli 2010 Emotionen und Stimmungen mit ihrer eigenen Kamera einzufangen. „Wir haben 80.000 Videos aus 197 Ländern erhalten, was rund 4.500 Stunden Rohmaterial entsprach“, berichtete <b>Stefan</b> <b>Keuchel</b>, Pressesprecher von Google/YouTube. Als Partner für das Projekt, das in diesem Jahr auf den Filmfestivals in Sundance und Berlin seine Premiere gefeiert hat, wurden Ridley Scott und Kevin McDonald gewonnen. In Deutschland läuft „Life in a Day“ seit dem 9. Juni 2011 in ausgewählten Kinos.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">„Crowdfunding funktioniert global“, erläuterte <b>Claudia Pelzer</b>, Gründerin der Plattform Crowdsourcingblog.de. „Die besten Chancen haben Projekte, die einen emotionalen Hintergrund besitzen, der das Publikum anspricht.“ Dies konnte der „Iron-Sky“-Produzent Kaukomaa bestätigen: „Das Projekt muss eine Fan-Gemeinde besitzen.“</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Mit einer Idee, die auf Begeisterung stößt, sei es einfacher, über Crowdfunding Investoren zu finden, urteilte <b>Ibrahim Evsan</b>, Geschäftsführer der Kölner Firma United Prototype. Sofern dieser „Proof of Concept“ erbracht sei, sollte auch die Kulturförderung erwägen, in entsprechende Projekte einzusteigen. „Es würde sich anbieten – ähnlich wie bei den Spiegelmodellen im Investmentbereich – mit globalen Firmen wie Kickstarter zu kooperieren“, schlug Evsan vor und ergänzte: „Noch viel wertvoller als die finanzielle Unterstützung sind die Marketing-Effekte, die durch Crowdfunding erzielt werden können.“</p>]]></content:encoded>
			<category>Medienforum.Film</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 24 Jun 2011 12:24:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Medienforum.Film: Multimedia Storytelling</title>
			<link>http://www.medienforum.nrw.de/nc/de/presse/pressemitteilungen/volltext/article/medienforumfilm-multimedia-storytelling.html</link>
			<description>Eine neue Art des Geschichtenerzählens</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Die wachsende Anzahl von Auswertungsmöglichkeiten wie Kino, TV, Internet, Hörfunk und Games führen dazu, dass crossmediale Formate kreiert werden, die von Filmemachern eine neue Art des Geschichtenerzählens erfordern. Multimediales Storytelling, das für fiktionale und non-fiktionale Inhalte einsetzbar ist, erfordert Erfahrung im Umgang mit den verschiedenen Formaten. Im Rahmen des 23. Medienforum.NRW präsentierte die Film- und Medienstiftung NRW in Kooperation mit der Mediencluster NRW GmbH, der C'n'B – Creativity &amp; Business Convention und der MEDIA-Antenne Düsseldorf verschiedene Best Cases und innovative Ansätze, welche die große Bandbreite des multimedialen Storytelling aufzeigten.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><b>Wilfried Runde </b>von der Deutschen Welle zitierte als Moderator der Veranstaltung den amerikanischen „Skript-Doktor“ Robert McKee, der Storytelling als eine Währung der zwischenmenschlichen Kontakte begreift. Mit dem modernen Krimi „Dina Foxx“ entwickelte das ZDF eine multimediale Serie, bei der die Zuschauer nach der Fernsehausstrahlung selbst als Ermittler im Internet und in der realen Welt aktiv werden konnten. „'Dina Foxx' endet mit einem Cliffhanger“, erklärte <b>Isa Ostertag</b>, Leiterin der Zentralredaktion Neue Medien beim ZDF, die dieses Projekt in Kooperation mit der Redaktion Kleines Fernsehspiel entwickelte.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Im Krimi „Dina Foxx“ wird eine junge Datenschützerin angeklagt, ihren Freund ermordet zu haben. Um deren Unschuld zu beweisen, recherchierten etwa tausend aktive Mitspieler drei Wochen lang nach Spuren im Internet. „Dabei gab es sehr unterschiedliche Schwierigkeitsstufen“, berichtete <b>Burkhard Althoff</b>, stellvertretender Leiter der Redaktion Kleines Fernsehspiel, „die bis zum Knacken von Quellcodes reichten.“ Die Recherchepfade führten bis in die reale Welt, wo USB-Sticks mit wertvollen Hinweisen auf die Hobbydetektive warteten. „Allein im Netz hatten wir zwei Millionen Abrufe“, sagte Ostertag. Auch in Zukunft will das ZDF mit crossmedialen Projekten experimentieren. „Am Freitag werden wir erstmals ein Drehbuch auf Twitter veröffentlichen“, verriet Ostertag.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Die Aufbereitung von Inhalten für Spiele und Games läuft nicht immer reibungslos, wie der deutsche Autor und Game-Designer <b>Jörg Tittel</b> ausführte, der von der US-Firma Activision engagiert worden war, am Spiel zu Steven Spielbergs „Minority Report“ mitzuarbeiten. „Zwischen den Abteilungen Film und Game gab es keinerlei Kommunikation“, berichtete Tittel. „Keiner der Game-Designer durfte 'Minority Report' vor dem Kinostart sehen.“</p>
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<p class="bodytext">Die von Tittel Anfang 2011 gegründeten Firma Oiffy entwickelt derzeit verschiedene transmediale Projekte, zum Beispiel eine Sci-Fi-Serie oder das Doku-Projekt „Passports“, das in drei Minuten die Lebensgeschichten von verschiedenen Menschen rund um den Erdball erzählt.</p>
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<p class="bodytext">Mit der Frage, ob es sinnvoll ist, Film und Spiel zusammenzubringen, hat sich auch <b>Markus Bösch </b>intensiv auseinandergesetzt, der seit zehn Jahren als multimedialer Journalist für die Deutsche Welle tätig ist. „Hybrid-Lösungen klappen nicht immer“, erklärte Bösch, der aber auch im non-fiktionalen Bereich oft innovative Ansätze für multimediale Formate vermisst. „Warum soll im Netz etwas abgebildet werden, das beispielsweise schon in der Zeitung steht?“, fragte der Redakteur. Bei der Berichterstattung zum zwanzigsten Jahrestag des Mauerfalls sei er im Netz nur bei der New York Times auf eine multimediale Darstellung gestoßen, die einen „Slat-Effekt“ („Shit, look at that“) bei ihm ausgelöst habe.</p>
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<p class="bodytext">Gerade Games mit non-fiktionalen Inhalten bieten nach Ansicht von Bösch die Chance, Erfahrungen zu generieren und bestimmte Systeme erlebbar zu machen. Ein Beispiel: Nachdem der Weltöffentlichkeit die Bilder von der Erschießung Osama Bin Ladens vorenthalten wurden, hätten Game-Designer diese Lücke schnell geschlossen. Binnen 24 Stunden hätten drei Spiele-Entwickler mit Hilfe von Google Earth Bin Ladens Festung virtuell nachgebaut und das komplette „Killer-Szenario“ in einem Game abgebildet. Bei dem Spiel könne der Anwender selbst entscheiden, ob er den Al-Kaida-Anführer hinrichten wolle. „Spiele können ein interessantes moralisches Barometer sein“, betonte Bösch. In Zukunft würden multimediale Auskopplungen dieser Art öfter zu sehen sein. In den USA werde in einem Sender gerade an einem Standardkonstrukt für virtuelle Visualisierungen gearbeitet: „Die Journalisten müssen nur noch die aktuellen News eingeben.“</p>
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<p class="bodytext">Auf eine multimediale Plattform, über die Nutzer selbstgedrehte Dokumentarfilme präsentieren können, setzt der gelernte Fotojournalist <b>Uwe H. Martin </b>mit seinem Video-Portal „Spill the Beans“. Bislang sei dafür allerdings noch kein Geschäftsmodell entwickelt worden, berichtete Martin. „Die Autoren erhalten bei uns zwar keine Honorare“, räumte er ein, „aber sie besitzen ein Mitspracherecht, welche Inhalte auf unserer Website präsentiert werden.“</p>
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<p class="bodytext">Nach den vielfältigen Präsentationen zum multimedialen Storytelling ergriff <b>Petra Müller</b>, Geschäftsführerin der Film- und Medienstiftung NRW, das Schlusswort: „Wir wollten in diesem Jahr keinen Film-, Fernseh- oder Game-Kongress veranstalten, sondern haben auf ein integriertes Konzept gesetzt, das es den Teilnehmern ermöglicht, die multimedialen Entwicklungen aus ihrer eigenen Perspektive zu betrachten. Dieser Ansatz hat sich bestätigt und uns bei den Veranstaltungen des Internationalen Filmkongresses ein volles Haus und eine gute Diskussions-Atmosphäre beschert.“</p>]]></content:encoded>
			<category>Medienforum.Film</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 24 Jun 2011 12:20:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
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			<title>Medienforum.Film: Scale up your business</title>
			<link>http://www.medienforum.nrw.de/nc/de/presse/pressemitteilungen/volltext/article/medienforumfilm-scale-up-your-business.html</link>
			<description>Transmediale 360-Grad-Konzepte</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Neue Verwertungsstrukturen, der demographische Wandel, die Abwanderung der Zuschauer ins Internet sowie die Produktion von User Generated Content: Der Fernsehmarkt stehe vor großen Herausforderungen, beschrieb <b>Marc Ziegler</b>, Geschäftsführer der Mediencluster NRW GmbH, die aktuellen Umwälzungen in einem Marktsegment, das ständig in Bewegung ist. Ziegler moderierte eine Experten-Diskussion, bei der die Film- und Medienstiftung NRW im Rahmen des 23. Medienforum.NRW mit der Mediencluster NRW GmbH, der C’n’B – Creativity &amp; Business Convention und der MEDIA Antenne Düsseldorf kooperierte.</p>
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<p class="bodytext">Im Zuge des grundlegenden strukturellen Wandels, so erklärte der Geschäftsführer der Mediencluster NRW GmbH, seien transmediale 360<b>-</b>Grad-Konzepte gefragt. Erfolgsbeispiele wie Disneys „Hannah Montana“ oder die RTL-Show „Deutschland sucht den Superstar“ hätten gezeigt, das crossmediale Formate deutlich größere Refinanzierungspotenziale besäßen. Eine 360-Grad-Produktion bedeutet eine Auswertung über alle medialen Vertriebskanäle. Dazu zählen Fernsehen, Internet, soziale Netzwerke, Spartensender, DVD, Spiele und PC-Konsolen, Hörkassetten und -bücher, Bücher und Zeitschriften sowie Merchandising-Projekte.</p>
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<p class="bodytext">Wie das Fernsehen im Jahre 2015 aussehen wird, ist Gegenstand einer Studie, die das MMB-Institut für Medien- und Kompetenzforschung beim Internationalen Filmkongress präsentierte. „Mit einer Fernsehsendung können nicht alle Verwertungsmöglichkeiten abgedeckt werden“, erklärte <b>Dr.</b> <b>Lutz</b> <b>Goertz</b>, der als Abteilungsleiter für Bildungsforschung beim MMB-Institut tätig ist. Bei erfolgreichen Serien, die sich zusätzlich auf DVD, im Internet sowie als Buch auswerten lassen, werde daher auf konsekutive Lizenzstrategien gesetzt. „Dies sind Verwertungs-Kaskaden“, erläuterte Goertz. Bei dem Modell „Internet first“ werde hingegen von Anfang an eine Strategie entwickelt, um ein Format in verschiedenen Stufen im Markt zu platzieren.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Bei der Befragung von knapp hundert Autoren, Produzenten, Programmverantwortlichen und Content-Beratern für Serien und TV-Events wurden den Teilnehmern der MMB-Studie verschiedene Statements über die Zukunft des Fernsehens vorgelegt, die bestimmte Szenarien beinhalteten. 91 Prozent der Befragten stimmten der Einschätzung zu, dass die demographische Entwicklung einen Einfluss auf die Entwicklung der Medieninhalte habe. Nur 28 Prozent glaubten, dass das Internet das Fernsehen verdrängen werde.</p>
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<p class="bodytext">Die meisten der von MMB interviewten Experten waren der Auffassung, dass die Prognose „Reduce to the Max“ eintreten werde, nach der das Fernsehen sein Programm mit Filmen, Dokumentationen und Live-Events mit hohem emotionalen Faktor stärker ausbauen und technisch mit HD, Stereo3D und Dolby Surround einen hohen Erlebnischarakter bieten werde. Das Fazit dieser Fernsehstudie: Das Internet sollte nicht als Add-on betrachtet werden, und die Zielgruppe muss genau dort „abgeholt“ werden, wo sie steht.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Erste Erfahrungen mit der Produktion eines 360-Grad-Projektes haben der Produzent <b>Michael Souvignier</b>, Producer <b>Dominik Frankowski</b> und Justiziar <b>Mirek Nitsch </b>von der Kölner Produktionsfirma Zeitsprung Entertainment gesammelt. Mit dem Projekt „Alpha 0.7“ gewann das Team die Ausschreibung für ein 360-Grad-Projekt, das der Südwestrundfunk 2010 anlässlich seines 25. Jubiläums gestartet hatte. Die als Science-Fiction-Thriller angelegte Serie wurde für die Auswertung im Fernsehen, Radio, Internet sowie für das Feedback der Zuschauer im realen Leben konzipiert. „Wir haben im Netz eine 360-Grad-Welt gebaut“, berichtete Frankowski. Dazu habe beispielsweise die Website des neurowissenschaftlichen Pre-Crime-Centers gehört, die so echt ausgesehen habe, dass bei der Produktionsfirma für die virtuellen Stellenausschreibungen echte Bewerbungen eingegangen seien.</p>
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<p class="bodytext">Bei der Konzeption der öffentlich-rechtlichen Auftragsproduktion für „Alpha 0.7“ musste das Produzententeam den Richtlinien des Rundfunkstaatsvertrages folgen. Das bedeutete, dass keine Werbe- und Merchandisingpartner in das 360-Grad-Projekt eingebunden werden durften und auf Product Placement verzichtet werden musste, erläuterte Nitsch, der für „Alpha 0.7“ die rechtlichen Rahmenbedingungen ausgelotet hatte. Die Kooperation mit dem SWR sei bei diesem Projekt ideal gewesen, da diese auch eine Auswertung über verschiedene Radio-Wellen der ARD ermöglicht habe. Das 360-Grad-Projekt „Alpha 0.7“ wurde mit Unterstützung der MFG Baden-Württemberg und der Film- und Medienstiftung NRW produziert.</p>]]></content:encoded>
			<category>Medienforum.Film</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 24 Jun 2011 12:20:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Media Outlook 2012!</title>
			<link>http://www.medienforum.nrw.de/nc/de/presse/pressemitteilungen/volltext/article/media-outlook-2012.html</link>
			<description>Wenn ein Kölner Taxi von Indien aus gesteuert wird…</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Das Internet und die veränderten Möglichkeiten zur Kommunikation haben Folgen für die Gesellschaft, die heute nur zum Teil schon absehbar sind. Einige Trends aber sind nicht zu übersehen. Zum Abschluss des 23. Medienforum.NRW <br /><br />Als Digital Ethnographer ist<b> Stefana Broadbent</b> Expertin für die schon erkennbaren Veränderungen. Sie wirkt am University College London und hat untersucht, wie die Beziehungen von Menschen durch die veränderten Kommunikationsmöglichkeiten beeinflusst werden. Broadbent unterteilt die Beziehungen von Menschen in drei Kreise unterschiedlicher Intensität: Im innersten Kreis, zu dem meist etwa fünf Personen zählen, befinden sich die Kernfamilie und enge Freunde. Ein zweiter Kreis umschließt die Gruppe von nahen Freunden und entfernteren Verwandten mit einer Anzahl von zehn bis fünfzehn Personen. Schließlich gibt es den mit einer Anzahl von mehr als fünfzig Personen größten Kreis von losen Freundschaften. Die neuen Technologien haben nach Ansicht von Stefana Broadbent vor allem Auswirkungen auf den innersten Kreis der Kernfamilie und der engen Freunde. Dort würden sich die Beziehungen intensivieren und blieben stabiler, weil sich die Möglichkeiten zur Kommunikation erweitert haben. Ein anderer durch die neuen Technologien angestoßener Prozess sei in der Arbeitswelt erkennbar: Die durch die Industriealisierung entstandenen strikt getrennten sozialen Welten von Arbeit und Privatheit durchmischten sich allmählich. Obwohl es ausreichende arbeitsrechtliche Instrumente gibt, dies zu verhindern, richte sich die Aufmerksamkeit der Menschen während der Arbeitszeit immer häufiger auch auf private Teile ihres Lebens.<br /><br />Wer die vom Chief Technical Officer bei IBM,<b> Prof. Dr. Gunter Dueck</b>, unterhaltsam vorgetragenen Beispiele für die Möglichkeiten des Internets nachvollzieht, glaubt sofort, dass die Gesellschaft sich nicht nur weiter verändern wird, sondern die Politik zuvor sehr schnell darauf reagieren muss. Seiner Ansicht nach werde sonst das Internet unsere Arbeitswelt noch so stark verändern, dass nicht mehr sehr viele Menschen in Deutschland ihren Lebensstandard halten können. Es sei problemlos möglich, ein Kölner Taxi rundherum mit Kameras auszustatten und deren Bilder nach Indien zu übertragen, wo an einem Lenkrad vor einem PC sehr viel kostengünstigere indische Taxifahrer das Fahrzeug steuern könnten. <br /><br />&nbsp;<br />Dueck plädiert dafür, das Internet sehr viel leistungsfähiger zu machen. Die für den Ausbau der Infrastruktur notwendigen Investitionen würden dem Wirtschaftswachstum dienen. Genauso sei es beim Autobahnausbau in den 50er-Jahren geschehen. Schon jetzt sei das Internet „Lebensader“ dieser Gesellschaft geworden. Menschen und Unternehmen zögen nicht mehr dauerhaft an Orte, wo sie ohne Internet bleiben müssten.<br /><br />Der freie Zugang zu Informationen durch das Internet werde eine professionellere Gesellschaft nach sich ziehen, sagte Dueck voraus. Wer im Beruf erfolgreich sein wolle, könne sich nicht mehr auf sein Expertenwissen verlassen. Im Zweifelsfall wisse der surfende Internetnutzer immer mehr. So werde nur noch der erfolgreich sein, dem auch der sozio-psychologische Wandel gelänge. Die Menschen bräuchten in Zukunft „hohe emotionale Intelligenz, Energie, Sinn für Sinn und Verkaufstalent“, urteilte der Bestseller-Autor Dueck. Dazu sei auch ein Wandel in den Schulen nötig. Dort werde zu dieser Art Professionalität nicht ausgebildet, sondern nur Faktenwissen vermittelt, das im Internet ohnehin vorhanden sei.<br /><br />Nach Ansicht von Gunter Dueck müssen wir uns zudem die Frage stellen, wie eine digitale Demokratie aussieht. Die Parteien seien überwiegend nach der alten Infrastruktur der Gesellschaft organisiert. Doch den klassischen Arbeiter gebe es heute ebenso nicht mehr wie den klassischen Bauern. Schließlich stelle sich auch die Frage, ob wir eine Partei für die „digital Natives“ bräuchten.<br /><br /></p>]]></content:encoded>
			<category>Medienforum.Digital</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 23 Jun 2011 13:01:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
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			<title>Social Campaigning – Der neue Weg zum Wähler</title>
			<link>http://www.medienforum.nrw.de/nc/de/presse/pressemitteilungen/volltext/article/social-campaigning-der-neue-weg-zum-waehler.html</link>
			<description>Das Phänomen Social Media verändert die Politik</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">In seinem Präsidentschaftswahlkampf nutzte Barack Obama ab 2007 soziale Netzwerke, um für sich zu werben. Zum ersten Mal verlagerte sich eine politische Kampagne teilweise in die digitale Welt. Social Campaigning wurde zum vorbildhaften Modell für die Politik weltweit. Doch trifft Social Campaigning hierzulande auf andere soziale und politische Bedingungen als in den USA. Beim 23. Medienforum.NRW diskutierten Politiker, Wissenschaftler und Berater über die Möglichkeiten und Grenzen des Social Campaigning in Deutschland.<br /><br />Wenn Politiker in Deutschland soziale Netzwerke für Wahlkampagnen nutzen, sind sie weniger erfolgreich als Politiker in den USA. Der Politikwissenschaftler <b>Prof. Dr. Christoph Bieber</b> hat für diesen Unterschied eine einleuchtende Erklärung. Erfolgreich seien Kampagnen in den USA deshalb, weil dort Unterstützernetzwerke zu Wahlen jeweils erst geschaffen werden. Mit den Parteien existierten in Deutschland diese Netzwerke schon. Für Parteien als die Organisatoren der Kampagnen ergebe sich daraus ein Zielgruppenkonflikt. Wendet man sich an Parteimitglieder, an die weitläufigen Sympathisanten oder an unentschiedene Wähler? Zwar scheine die Piratenpartei Erfolg mit Social Campaigning gehabt zu haben, doch sei das zu einem Zeitpunkt gewesen, als die Partei noch keine Partei gewesen sei und sich erst finden wollte. Inzwischen stehe die Piratenpartei vor denselben Problemen wie die etablierten Parteien.<br /><br />Aktive Politiker bestätigten auf dem Podium des 23. Medienforum.NRW die wissenschaftlichen Erkenntnisse indirekt, indem sie mit unterschiedlichen Gründen betonten, dass das Offline-Engagement für das Verfolgen der jeweiligen Ziele sehr viel wichtiger sei als die Online-Aktivitäten. Der Vorsitzende der ÖDP,<b> Sebastian Frankenberger</b>, blickte auf seine Erfahrungen mit dem Bürgerbegehren gegen das bayerische Rauchergesetz zurück. In dem dreistufigen Verfahren sei Social Campaigning vor allem ein Instrument gewesen um das Image der Bürgerbewegung als „David“ zu stärken, die gegen den „Goliath“ Zigarettenindustrie kämpfte. Für die Stimmabgabe entscheidend aber seien schließlich die klassischen Wahlkampfmedien wie Plakate und Flugblätter verteilen, lautete Frankenbergers Einschätzung.<br /><br />&nbsp;<br />Der nordrhein-westfälische Bundestagsabgeordnete <b>Thomas Jarzombek</b> (CDU) illustrierte die Wirkung seines Engagement in sozialen Netzwerken mit einem Zahlenvergleich: In seinem Düsseldorfer Wahlkreis lebten 300.000 Wähler. Über Facebook habe er etwa 1.800 „Freunde“. Alleine dieses Zahlenverhältnis verdeutliche, dass ein soziales Netzwerk „quantitativ“ vernachlässigbar sei. In sozialen Netzwerken erreiche er eine „digitale Elite“. Mit ihr müsse man sich qualitativ auseinandersetzen, wenn etwa über Netzpolitik diskutiert werde.<br /><br />Einen intensiven Online-Austausch mit dem Wähler hält die Heilbronner SPD-Stadträtin<b> Tanja Sagasser</b> gerade in der Kommunalpolitik für wichtig. In sozialen Netzwerken sei sie präsent, um ansprechbar zu sein. Mit solcher Kommunikation mit den Wählern werde Verantwortung zurückgegeben und damit auch Macht, wenn das Feedback der Bürger ernst genommen werde. Demgegenüber erinnerte der PR-Berater <b>Dr. Wigan Salazar</b>, CEO der MSL Group Germany, an die Gestaltungskraft von Politik und wies auf eine Kehrseite der Social-Media-Kommunikationsbereitschaft von Politikern hin. Er fürchte sich vor Politikern, die keine Verantwortung und Macht mehr haben wollten. Politik dürfe nicht den Fehler begehen, Entscheidungen zu scheuen.<br /><br />Die Teilnehmer auf dem Podium waren sich einig, dass Social-Media-Kommunikation die Politik unabhängig von der Kampagnen-Wirkung weiter verändern werde. Das sei kein reines Online-Phänomen mehr, betonte Christoph Bieber. Das klassische Merkmal von Politik, Bürger geben Macht an Politiker ab, verändere sich im Moment. Die Gesellschaft befinde sich ganz am Anfang eines Prozesses, bei dem thematische Allianzen quer zu den Parteigrenzen entständen. Das sehe man etwa an der Diskussion zum Jugendschutzgesetz.<br /><br /></p>]]></content:encoded>
			<category>Medienforum.Digital</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 23 Jun 2011 12:58:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Das deutsche Fernsehen will ins Netz</title>
			<link>http://www.medienforum.nrw.de/nc/de/presse/pressemitteilungen/volltext/article/das-deutsche-fernsehen-will-ins-netz.html</link>
			<description>Die große Herausforderung: Video on Demand</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Im Zuge der zunehmenden digitalen Verbreitungsmöglichkeiten bemühen sich inzwischen auch TV-Programmanbieter, eigene Angebote für Video-on-Demand (VOD) zu starten. Das von der ProSiebenSat.1 Media AG und der Mediengruppe RTL angestrebte Online-Videoportal ist allerdings im ersten Anlauf am Verbot des Bundeskartellamts gescheitert. Unter dem Titel „Germany's Gold“ planen nun ARD und ZDF im Schulterschluss mit der Produzentenallianz, Studio Hamburg, Bavaria und dem Filmhändler<b> </b>Jan Mojto eine groß angelegte kommerzielle Onlinevideothek, die internationalen Video-on-Demand-Anbietern wie YouTube, Maxdome und Co. die Stirn bieten soll. Beim 23. Medienforum.NRW diskutierten Experten darüber, <br /><br />„Video-on-Demand ist ein großer Wachstumsmarkt“, erklärte <b>Prof. Carl Bergengruen</b>, Vorsitzender der Geschäftsführung von Studio Hamburg. Bisher werden in Deutschland mit VOD erst Umsätze in der Größenordnung von etwa dreißig Millionen Euro pro Jahr generiert, während die Umsätze auf dem DVD-Markt 1,5 Milliarden Euro betragen. Der Zuschauer wolle sich die Programme aus dem Netz holen, sagte Bergengruen. Die öffentlich-rechtlichen Anbieter begriffen dies als Chance, um ihr Programm besser finanzieren zu können. Bisher beschränkt sich das Online-Angebot der öffentlich-rechtlichen Sender auf Catch-up-TV in den Mediatheken. In dieser digitalen Library werden Kinofilme, Fernsehproduktionen und Serien sieben Tage nach der Ausstrahlung kostenlos als Wiederholung angeboten. „Germanys Gold“ solle im Dezember starten, man wolle mit dieser Plattform auch verstärkt auf deutsche Produktionen aufmerksam machen.<br /><br /><b>Marc Schröder</b>, Geschäftsführer von RTL interactive, stimmte mit Bergengruen überein, dass die VOD-Angebote der Sender noch einen weiten Weg vor sich hätten, bis sie wirtschaftlich relevant sein würden. Aber es gehe schon heute darum zu beginnen, im Internet Reichweiten aufzubauen und die RTL-Zuschauer auf allen Wegen abzuholen. Auch die privaten TV-Programmanbieter wollten dieses Feld rechtzeitig besetzen, um mit dem Markt zu wachsen. Schröder zeigte Unverständnis für die ablehnende Entscheidung des Bundeskartellamtes angesichts der Marktrelevanz des geplanten neuen Angebotes und stellte heraus, dass die ProSiebenSat.1 Media AG und der Mediengruppe RTL gegen die Entscheidung klagen würden. Auf die Frage, ob die VOD-Plattform der öffentlich-rechtlichen Sender eine Alternative sein könnte, erwiderte Schröder, er habe im Rahmen des Panels erstmalig konkrete Aussagen zu diesem Vorhaben erfahren, der Ansatz unterscheide sich von den RTL-Plänen.<br /><br />Durch die VOD-Angebote werde der immer kleinteiligere Markt auf der Vertriebsseite um eine weitere Option erweitert, erklärte <b>Moritz von Kruedener</b>, der für den deutschen Rechtehändler Beta Film tätig ist: „Das Resultat sind sinkende Ratings.“ Dies habe auch Auswirkungen auf die Finanzierung der Sender. Video-on-Demand könne sich als eine neue Finanzquelle erweisen. „In den USA sammeln die Produzenten bereits erste Erfahrungen mit Netflix als Finanzierungspartner“, berichtete Kruedener und betonte, man solle diesen Markt in Deutschland nicht den ausländischen Playern überlassen. Beta Film kann auf einen riesigen Fundus von Filmlizenzen zurückgreifen. Als ehemalige Tochter der Kirch-Gruppe verfügt das Unternehmen über eine der größten Rechtebibliotheken. „Wir besitzen einen Teil der relevanten Rechte“, erläuterte von Kruedener. „Alle Rechte, die nicht von den Sendern genutzt werden, verbleiben bei Beta Film.“ Außer den Lizenzen an Kinofilmen und Serien hält das Unternehmen auch die Rechte an einigen großen TV-Events.<br /><br />Beim Aufbau einer Online-Plattform sei zu beachten, dass dies ein kostenintensives Vorhaben sei, das einen kommerziellen Ansatz erfordere, betonte <b>Wolfram Winter</b>, Senior Vice President Distribution Development beim deutschen Pay-TV-Anbieter Sky: „Es ist ein Fakt, dass noch heute den US-Produkten der Vortritt gelassen wird.“ Inzwischen habe Sky allerdings einen Vertrag mit Constantin Film über die VOD-Auswertung von Kinofilmlizenzen abgeschlossen. Winter betonte, dass sich die Produkte von deutschen Produzenten sehr gut für die Online-Auswertung auf dem deutschen Markt eigenen würden.<br /><br />„Der VOD-Markt steht noch am Anfang“, resümierte Bergengruen, „aber das ist ein Zukunftsmarkt.“ Der Studio Hamburg-Geschäftsführer geht davon aus, dass VOD künftig auch ein Bestandteil der Filmfinanzierung sein wird. Der Verteilungskampf um dieses neue Marktsegment habe begonnen. „Daher sei es wichtig, jetzt eine Plattform für die deutschen Produzenten zu starten. „Die Weichen dafür werden jetzt gestellt“, unterstrich Bergengruen. Die digitale Revolution gebe den Konsumenten die Freiheit, sich die gewünschten Filme zu jeder Zeit auszuwählen. Das Fernsehgeschäft werde darunter jedoch nicht leiden. „2010 ist die stärkste Fernsehnutzung verzeichnet worden“, blickte Bergengruen optimistisch zurück und auch nach vorne.<br /><br /></p>]]></content:encoded>
			<category>Medienforum.Film</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 23 Jun 2011 12:54:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Zur Zukunft von Finanzierung, Förderung und Filmpolitik im digitalen Zeitalter</title>
			<link>http://www.medienforum.nrw.de/nc/de/presse/pressemitteilungen/volltext/article/zur-zukunft-von-finanzierung-foerderung-und-filmpolitik-im-digitalen-zeitalter.html</link>
			<description>Wie sich Filme schützen, fördern und finanzieren lassen
</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Das zentrale Problem für die Filmauswertung im digitalen Zeitalter sind illegale Downloads. Die Filmnation Frankreich versucht seit geraumer Zeit, mit dem sogenannten Hadopi-Gesetz einen Weg zu finden, um gegen die Raubkopierer vorzugehen. Hadopi ist die Abkürzung für eine Behörde (Haute Autorité pour la diffusion des oeuvres et la protection des droits sur l'Internet), die seit zwei Jahren gegen Urheberrechtsverletzungen im Internet einschreitet. <b>Marie Francoise Marais</b>, Chefin der Hadopi-Behörde, stellte im Rahmen des Internationalen Filmkongresses beim 23. Medienforum.NRW die Arbeit der Behörde vor.<br /><br />„Die Filmpiraten erhalten von uns zunächst nur eine Verwarnung“, berichtete Marais. „Damit soll bei den Konsumenten ein Bewusstsein dafür geweckt werden, dass Raubkopien illegal sind.“ Wirkten diese Warnmails nicht, werde der Fall zunächst einer Kommission vorgelegt. Erst im dritten Schritt, wenn die vorhergehenden Maßnahmen nicht gegriffen hätten, werde der Gesetzesverstoß einem Gericht übergeben. „Viele Internetnutzer, die sich illegal einen Film heruntergeladen haben, oder auch die Eltern der jugendlichen Online-Piraten zeigen schnell Einsicht“, berichtete Marais. Um das Bewusstsein für den Schutz der Urheber zu schaffen, setzt die Behörde verstärkt auf Öffentlichkeitsarbeit.<br /><br />Eine kurze Bestandaufnahme über die derzeitige Finanzierungs- und Fördersituation für Filmproduzenten in Deutschland lieferte Anwalt <b>Stefan Lütje</b>. Nach der Einführung des Deutschen Filmförderfonds (DFFF) sehe er wieder, dass mehr Private-Equity-Mittel in Kinofilme investiert würden. So könnten größere Budgets inzwischen auch wieder einen dreistelligen Millionen-Bereich erreichen, wie etwa das neue Filmprojekt „Wolkenatlas“ von Tykwer. „Dies ist ein Ergebnis einer erfreulichen Professionalisierung der deutschen Filmindustrie“, stellte Lütje fest. Zudem habe auch die Anzahl internationaler Koproduktionen zugenommen. „Die Produzenten suchen sich mehr und mehr Partner, die Mittel in die Produktion mit einbringen.“<br /><br />„Wir sind kurz davor, die Finanzierung für 'Wolkenatlas' zu schließen&quot;, verriet <b>Stefan Arndt</b>, Produzent und Geschäftsführer von X Filme Creative Pool. Das Budget für diesen Film belaufe sich auf hundert Millionen Dollar, was derzeit rund 78 Millionen Euro entspreche. „Wenn ein US-Studio diesen Film produzieren würde, wäre der Etat doppelt so hoch.“ An dieser internationalen Großproduktion ist auch die ARD-Einkaufsgesellschaft Degeto Film mit 4,8 Millionen Euro beteiligt. „Die Produktion ist schon in der Anfangsphase der Finanzierung auf uns zugekommen“, berichtete <b>Bettina Reitz</b>, Geschäftsführerin von Degeto Film.<br /><br />Beim DFFF wollen die „Wolkenatlas“-Produzenten Mittel in der Größenordnung von acht bis neun Millionen Euro beantragen. „Der DFFF ist so erfolgreich wie seine Produktionen, erklärte DFFF-Projektleiterin <b>Christine Berg</b>. Bei der Neuauflage des DFFF, der 2012 ausläuft, sei unter anderem zu überdenken, die in den Verleihverträgen festgeschriebene Kopienanzahl nach oben aufzustocken. Hinsichtlich der 2013 anstehenden FFG-Novellierung plädierte Berg dafür, das Fenster bei der Kinoauswertung nicht weiter zu verkürzen. „Wir müssen die Kinos schützen“, appellierte sie, „denn die Mehrzahl der Filme soll zunächst im Kino ausgewertet werden.“<br /><br />Der Kölner Filmproduzent <b>Tom Spieß</b>, Geschäftsführer von Little Shark Entertainment, schlug vor, die Mittel, die beim DFFF eingespart werden, stattdessen in die kulturelle Förderung des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien zu stecken. Am Ende würden alle diese Filme auf demselben Markt landen. „Kleine Filme müssen vielmehr um Aufmerksamkeit kämpfen“, resümierte der Produzent, auf dessen Konto deutsche Kinofilme wie „Das Wunder von Bern“, „Deutschland. Ein Sommermärchen“ und aktuell „Eine Insel namens Udo“ gehen.<br /><br /></p>]]></content:encoded>
			<category>Medienforum.Film</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 23 Jun 2011 12:42:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Mobile Media Summit: Mobile life – the future is now!</title>
			<link>http://www.medienforum.nrw.de/nc/de/presse/pressemitteilungen/volltext/article/medienforumdigital-mobile-media-summit-mobile-life-the-future-is-now.html</link>
			<description>„Durch Deutschland sollte ein Mobile-Ruck gehen!“</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Verbal auf den Spuren des ehemaligen Bundespräsidenten Roman Herzog wandelte <b>Stefan Hentschel</b> beim letzten Panel des Mobile Media Summit im Rahmen des 23. Medienforum.NRW. Der Leiter des Bereichs Mobile Advertising bei Google Germany forderte in seinem Vortrag energisch: „Durch Deutschland sollte ein Mobile-Ruck gehen!“</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Hentschel bezeichnete 2011 als „Jahr des Durchbruchs“ für das mobile Internet. Noch rangiere Deutschland mit einer Smartphone-Penetration von 18 Prozent zwar nur an viertletzter Stelle im globalen Vergleich, es seien jedoch deutliche Zuwächse zu erwarten. Bis 2015 solle die Verbreitung bereits auf 56 Prozent ansteigen. „Ich habe noch keine Branche gesehen, in der so viele Kurven nach oben gezeigt haben“, sagte Hentschel mit Blick auf den Boom in der mobilen Internet-Industrie. Allerdings seien viele Unternehmen bei der Nutzung der neuen Technologie zu zurückhaltend. „In Deutschland herrscht immer noch ruhige Gelassenheit“, befand Hentschel. Dies sei auch bei den privaten Google-Kunden zu beobachten. „Nur acht Prozent von ihnen haben eine mobile Website.“</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Wie die Möglichkeiten des mobilen Internets konkret genutzt werden können, zeigten Vertreter verschiedener Unternehmen in weiteren Präsentationen auf. <b>Dominik Pietsch</b>, Head of Online and Social Media bei BMW, stellte unter anderem eine Marketing-App vor, die in Zusammenhang mit der Markteinführung des neuen 1er-Modells des Automobilherstellers entwickelt wird. Damit sollen sogenannte „Real-Time-Traffic“-Daten und Produktinformationen für mobile Endgeräte verfügbar gemacht werden. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><b>Michael Kremer</b>, Manager Business Development &amp; Sales bei Navteq, referierte anschließend über die Bedeutung des Location based Advertising, bei dem mobilen Internetnutzern standortbezogene Werbeinhalte übermittelt werden. „Vierzig Prozent der Suchen im mobilen Internet werden mit Bezug auf einen Standort durchgeführt“, unterstrich er die Relevanz des Themas. Die Nutzer akzeptierten die Werbung als „fairen Tausch“ gegen eine für sie relevante Information, führte Kremer aus. Als erfolgreiches Beispiel nannte er unter anderem eine Anwendung für McDonald’s in Finnland, die die mobile Suche nach der nächstgelegenen Filiale mit Sonderangeboten für das Burger-Restaurant kombiniert.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">„Zwei große Trendströme“ im Bereich der mobilen Online-Kommunikation machte unterdessen <b>Sven Tollmien</b>, Director Business Development von TrendOne, in seinem Vortrag aus. Zum einen sei der Einsatz der Sensoren der Smartphones von großer Bedeutung. Sie können etwa Ort und Bewegung eines Handys feststellen oder etwa Umweltgeräusche wahrnehmen und interpretieren. Als Beispiel hierzu führte Tollmien unter anderem eine Anwendung des Anbieters Shazam an, die Hintergrundinformationen über TV-Serien synchron zu deren Tonspur liefere, und eine App von Lucky Frame, die Autofahrern durch Verlangsamen der Musik im Auto signalisiere, dass sie zu schnell führen. Der zweite große Anwendungsbereich sei das Gaming, mit dem sich auch im Bereich der Werbung neue Optionen eröffneten. Der TrendOne-Vertreter zeigte hierzu unter anderem Ausschnitte aus einem Promotion-Spiel des Sonnenbrillen-Herstellers Ray-Ban, der dafür die Augmented-Reality-Technologie genutzt hatte. Für den Erfolg solcher Angebote gäbe es eine leicht nachvollziehbare Erklärung, befand Tollmien: „Der Mensch spielt einfach gerne.“</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			<category>Medienforum.Digital</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 23 Jun 2011 12:12:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Medienrecht: Jugendmedienschutz gestalten</title>
			<link>http://www.medienforum.nrw.de/nc/de/presse/pressemitteilungen/volltext/article/medienrecht-jugendmedienschutz-gestalten.html</link>
			<description>„Wir sollten von vorne anfangen“</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">„Der Jugendmedienschutzstaatsvertrag passt nicht in die Online-Welt.“ Nach Ansicht von <b>Alvar Freude</b> war auch die geplante und im vergangenen Jahr gescheiterte Novelle des Jugendmedienschutzstaatsvertrages (JMStV) ein Anachronismus. Der Medienkünstler und Berater plädierte bei einem Jugendmedienschutz-Kolloquium des 23. Medienforum.NRW dafür, von vorne anzufangen. „Wir sollten die Jugend davor bewahren, sich mit Zensur abzufinden“, riet Freude.<br /><br />Für selbstbestimmte Informationen und gegen Zensur votierte auch <b>Jens Best</b>, der im Bereich E-Commerce als Berater und Autor tätig ist. „Der Wächter muss in uns selber sitzen“, forderte Best. Natürlich brauche auch das Internet Grenzen – aber die müssten durch Anstand und Umgangsformen definiert werden und nicht durch Zensur. „Darüber sollten wir reden und nicht so sehr über neue Gesetze“, appellierte Best.<br /><br />Konsens bestand bei der Runde der Diskussionsteilnehmer über eine möglichst differenzierte Debatte über den Schutz Minderjähriger: „Wir müssen zwischen dem Kindermedienschutz und dem Jugendmedienschutz unterscheiden“, lautete die einhellige Meinung. <b>Dr. Joachim Weiner</b> sind die gesellschaftlichen Diskussionen über das Thema Medienkompetenz zu oberflächlich. „Niemand spricht mit den Jugendlichen über ihre Lust an der Gewalt oder die Lust auf Pornografie. Aber diese Gefühle existieren“, erklärte Weiner. Erst wer diese Themen gemeinsam mit Jugendlichen besprechen könne, finde einen Zugang zu ihnen. <br /><br />Auch die soziale Problematik in manchen Familien werde ausgeblendet, monierte Weiner: „Die erreicht man nicht mit Medienpädagogik.“ <b>Mechthild Appelhoff</b> verteidigte die medienpädagogischen Projekte der Landesanstalt für Medien NRW (LfM) gegen den Vorwurf Weiners, an der sozialen Realität vorbei zu agieren. „Zurzeit schulen wir Elternberater, die direkt mit türkisch- oder russischsprachigen Familien zusammenarbeiten“, berichtete Appelhoff, die den Bereich Medienkompetenz bei der LfM leitet. „Man kann das als Tropfen auf dem heißen Stein betrachten. Ich würde sagen‚ der stärkste Regen fängt mit Tropfen an.“<br /><br />Das Kolloquium, organisiert vom Institut für Medien- und Kommunikationspolitik Berlin, war die Auftaktveranstaltung für eine vierwöchige Online-Konsultation. Mehr dazu unter der Online-Adresse www.jugendmedienschutz-gestalten.de.<br /><br /></p>]]></content:encoded>
			<category>Medienforum.Digital</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 22 Jun 2011 18:37:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Mobile devices – the ultimate consumer touchpoint</title>
			<link>http://www.medienforum.nrw.de/nc/de/presse/pressemitteilungen/volltext/article/mobile-devices-the-ultimate-consumer-touchpoint.html</link>
			<description>Klebstoff-Packung als Tor zur mobilen Internet-Welt</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Über das Smartphone lassen sich potenzielle Kunden für Mobilfunk-Unternehmen zu jeder Zeit und überall orten – meist ohne dass die Handy-Besitzer davon direkt etwas mitbekommen. Die Möglichkeiten, die das Smartphone als „Touchpoint“ für den Verkauf und die Bewerbung von Produkten bietet, wurden im Rahmen des 23. Medienforum.NRW bei einer Expertendiskussion erörtert. Dabei machten die Teilnehmer deutlich, dass vor allem der Bereich M-Commerce noch ganz am Anfang seiner Entwicklung steht.<br /><br />Die heute verfügbare Technologie sei generell noch nicht allzu gut dafür geeignet, online beim E-Commerce auch Großeinkäufe abzuwickeln. „Wenn Sie im Internet für 250 Euro einkaufen wollen und dabei die einzelnen Produkte in ihrem Warenkorb platzieren und bestätigen müssen, dauert die Eingabe einfach zu lange“, erklärte <b>Dr. Christian Plenge</b>, Head of Architecture bei Metro Systems. Die Abbildung virtueller Regale könne da in Zukunft Abhilfe schaffen. „Zu Zeiten von Second Life haben wir eine solche Anwendung schon einmal ausprobiert“, berichtete er. Im mobilen Bereich gebe es ohnehin noch nicht allzu viele direkte Verkaufsangebote. Den Nutzern müsse zunächst noch stärker bewusst werden, dass sie mit ihrem Handy ein Endgerät für mobilen E-Commerce ständig mit sich führten.<br /><br />Dass das Internet via Handy oder Smartphone allerdings bereits erfolgreich als Unterstützung für den klassischen Einkauf genutzt werden kann, demonstrierte <b>Dr. Salima Douven</b>, Communication Manager von Henkel, in ihrem einleitenden Vortrag. Das Düsseldorfer Unternehmen hat für die Produkte seiner Klebstoff-Marke Pattex ein sogenanntes „Extended Packaging“ entwickelt. Dabei können die Kunden über OR-Codes auf den Pattex-Packungen weitergehende Informationen zu den Produkten im mobilen Internet abrufen und diese als zusätzliches beratendes Element für ihre Kaufentscheidung nutzen. „Es gibt immer wieder Situationen, in denen spezifische Fragen nicht direkt vom Handel beantwortet werden können“, führte Douven aus. Ende 2011 solle die Markteinführung des „Extended Packaging“ abgeschlossen sein. Henkel wolle den Service dann für Pattex-Kunden in 14 europäischen Ländern und in insgesamt elf Sprachen anbieten.</p>
<p class="bodytext"><br /><b>Claus Darnstädt</b>, Director Marketing beim Mobile-Dienstleister Convisual, sieht angesichts von Prognosen, die für 2014 eine stärkere Internetnutzung über mobile als über stationäre Endgeräte voraussagen, großes Potenzial für Smartphones als Werbe- und Verkaufsmedium. „Diese Geräte verfügen über viele Sensoren, die die Verknüpfung zwischen der realen und der digitalen Welt ermöglichen“, erklärte er. Das Mobiltelefon erfülle nicht nur die Funktion eines „Touchpoints“, sondern auch die eines „immerwährenden Begleiters“ für den Nutzer. Durch die Bereitstellung von Apps könnten Anbieter in einen dauerhaften Dialog mit ihren Kunden treten. Diese Art der Kommunikation sei allerdings nur effektiv, wenn regelmäßige Updates geliefert werden könnten, gab <b>Hartmut Lösch</b> vom Location-Based-Service-Betreiber Gettings zu bedenken: „Eine App ist immer dann sinnvoll, wenn ich als Unternehmer fortlaufend neue Informationen darüber zur Verfügung stellen kann.“<br /><br /></p>]]></content:encoded>
			<category>Medienforum.Digital</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 22 Jun 2011 18:34:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Digital, offen, partizipativ – Das neue Regieren?</title>
			<link>http://www.medienforum.nrw.de/nc/de/presse/pressemitteilungen/volltext/article/digital-offen-partizipativ-das-neue-regieren.html</link>
			<description>Online-Partizipation alleine reicht nicht</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Immer häufiger fordern Bürger den Zugang zu Informationen des Staates und wünschen mehr Beteiligung an dessen Entscheidungen. Die regelmäßige Stimmabgabe bei Wahlen reicht vielen Bürgern nicht mehr aus. Im digitalen Zeitalter scheint die Technologie für eine stärkere Bürgerbeteiligung an politischen Prozessen vorhanden zu sein. Möglich wird dies durch das Internet. Beim 23. Medienforum.NRW diskutierten Politiker, Verwaltungs-Experten und Wissenschaftler über Bedingungen und Möglichkeiten von Online-Partizipation.<br /><br />Das Schreiben eines Mediengesetzes und der Bau einer Straße haben eines gemeinsam: Die Bürger interessieren sich dafür, wenn sie persönlich betroffen sind. Dann werden sie aktiv. In Island veränderte die Finanzkrise 2009 die Haltung zur Politik bei der Bevölkerung. Die Krise sei wie ein großer Knall gewesen, berichtete <b>Margrét Tryggvadóttir</b>, Vorstand der isländischen Parlamentspartei The Movement. Anschließend habe eine Welle der Politisierung eingesetzt, als die vormals unpolitischen Isländer nach Gründen dafür suchten, warum ihr Lebensstandard bedroht war. Doch von den Behörden waren Informationen nur unter Schwierigkeiten zu erhalten. Aus diesem Grund gab es das parteiübergreifende Engagement für ein neues Mediengesetz, bei dem großer Wert auf Offenheit des Staates gelegt wurde. Die Entwicklung der neuen isländischen Verfassung kann seitdem Schritt für Schritt im Internet verfolgt und kommentiert werden.<br /><br />Auch im österreichischen Linz habe die Verwaltung gute Erfahrungen mit dem Zugang zu den „digitalen Allgemeingütern“ gemacht, berichtete <b>Stefan Pawel</b>, Projektleiter Open Commons beim Linzer Magistrat. Im Gegensatz zu Deutschland gebe es in Österreich nicht so große rechtliche Bedenken, Daten öffentlich zu machen. Der Staat verliere dadurch zwar Interpretationshoheit, aber das werde als gut empfunden. Mehr Menschen könnten dann die schon jetzt nach Meinung der Verwaltung oft nicht zutreffenden Interpretationen gerade durch die Medien überprüfen. Als problematisch bewertet Pawel, dass sich im Moment nur eine kleine Gruppe mit den veränderten Möglichkeiten zur Bürgerbeteiligung und Informationsbeschaffung beschäftige. Deshalb seien in ganz Europa größere Bildungsanstrengungen notwendig.<br /><br />&nbsp;<br /><br />Margrét Tryggvadóttirs Bericht bestätigte, was <b>Prof. Dr. Herbert Kubicek</b> in einer mit der Bertelsmann Stiftung durchgeführten Studien feststellen konnte. Bürger beteiligten sich an politischen Prozessen dann, wenn sie persönlich betroffen sind. Der Wissenschaftler warnte davor, sich die Weiterentwicklung der Bürgerbeteiligung zu leicht vorzustellen. Realistisch sei es, angesichts knapper Ressourcen Prioritätenlisten zu bilden. Wenn Bürger sich an politischen Prozessen beteiligen sollten, sei begleitende Öffentlichkeitsarbeit notwendig. Die koste Geld. Ebenso reiche es nicht für die Meinungsbildung, Online-Foren zu bestimmten Themen einzurichten. Diese Foren müssten professionell moderiert werden. Außerdem beschränkten sich alle erfolgreichen Projekte von Bürgerbeteiligung nicht auf die digitale Welt. Alle erfolgreichen Projekte mit Bürgerbeteiligung hätten vielmehr auf einen Medienmix gesetzt. Zudem müssten Begegnung und Diskussion im richtigen Leben hinzukommen, wenn es um politisch relevante Prozesse gehe. <br /><br /><b>Oliver Keymis</b> möchte Bürger mehr an Politik beteiligt sehen. Der Vizepräsident des Landtags Nordrhein-Westfalen aus der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen sagte, ein Beispiel wie Stuttgart 21 etwa werfe die Frage auf, ob angesichts der langen Bauzeiten von großen Infrastrukturmaßnahmen nicht Zwischenprüfungsmechanismen fehlten. Keymis ist der Ansicht, die Veränderungen müssten an der Basis beginnen. Auf kommunaler Ebene müssten Erfahrungen gesammelt werden, und man dürfe keine Angst haben, auch einmal Fehler zu begehen. Politik gebe dann mit den Beteiligungsprozessen Verantwortung an die Bürger zurück. Der Landtagsabgeordnete betonte außerdem die Notwendigkeit, die Medienkompetenz der Bürger zu erweitern. Deshalb werde in Nordrhein-Westfalen ein Medienpass eingeführt, dessen Inhalte die Bürger über ein Portal mitbestimmen können und der zu einem aufgeklärteren Umgang mit der digitalen Welt führen soll.<br /><br /></p>]]></content:encoded>
			<category>Medienforum.Digital</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 22 Jun 2011 18:01:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Internetsicherheit</title>
			<link>http://www.medienforum.nrw.de/nc/de/presse/pressemitteilungen/volltext/article/internetsicherheit.html</link>
			<description>Gesucht: Zusammenarbeit und Prävention</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Wie lässt sich Computerkriminalität effizient bekämpfen? Bei einem Panel, das im Rahmen des 23. Medienforum.NRW in Kooperation mit dem Verband der deutschen Internetwirtschaft, eco e.V., angeboten wurde, hatten Experten auf die Frage vor allem zwei Antworten: Zusammenarbeit und Prävention. <br /><br /><b>Helmut Picko</b>, Kriminalrat beim Landeskriminalamt NRW, sagte ein zunehmendes Wachstum im Bereich Internetkriminalität voraus. Die Branche sei im steigenden Maße „professionalisiert, internationalisiert und organisiert“. Es gebe enorm große Dunkelfelder bei betroffenen Unternehmen und bei einfachen Nutzern: „Nicht jeder, der einen Virus auf seinem Computer findet, geht damit zur Polizei.“ Auch die Bandbreite der Vergehen werde immer größer und erstrecke sich von der einfachen Beleidigung bis zum Phishing, also dem illegalen Abfangen von Daten und Passwörtern. Picko begrüßte das Nationale Cyber-Abwehrzentrum, das im April seine Arbeit aufgenommen hat, als Steuerungssystem, die die Zusammenarbeit der Polizei in der föderalen Struktur Deutschlands erleichtern helfe. Leider sei das Zentrum aber personell noch schwach besetzt.<br /><br />Eine „längst überfällige Informationsdrehscheibe“ sei das Abwehrzentrum, unterstrich auch <b>Thomas Tschersich</b>, der bei der Telekom für den Bereich IT-Sicherheit zuständig ist. Allerdings forderte er, ebenso wie eco-Präsident <b>Prof. Michael Rotert</b>, dass auch die Privatwirtschaft in die nationalen Sicherheitsanstrengungen einbezogen werden müsse. „Ohne die Wirtschaft, die letztlich an den Stellschrauben sitzt, also die Provider, wird das nichts werden“, sagte Rotert. Auch der Staat müsse mehr Geld für Internetsicherheit ausgeben. <br /><br />Tschersich unterstrich zusätzlich die Bedeutung von Bildung und Aufklärung der Nutzer. Die meisten Attacken könnten abgewehrt werden, wenn die Systeme der Nutzer besser gewartet und gepflegt würden: „Ihre Haustür schließen Sie doch auch ab, oder?“ Der Telekom-Experte sah aber auch die Hersteller in der Pflicht. Kein Autohersteller würde ein Fahrzeug ohne Bremsen ausliefern, in der IT-Industrie werde zunächst das Produkt und erst hinterher das Sicherheitspaket geliefert, kritisierte er. <br /><br /></p>]]></content:encoded>
			<category>Medienforum.Digital</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 22 Jun 2011 17:58:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Medienkompetenz fördern: Standards setzen?</title>
			<link>http://www.medienforum.nrw.de/nc/de/presse/pressemitteilungen/volltext/article/medienkompetenz-foerdern-standards-setzen.html</link>
			<description>„Kinderwelt ist Medienwelt“</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">„Mit dem Medienpass NRW wollen wir ein dynamisches und innovatives Bildungsangebot schaffen, das Schüler und Lehrer unterstützt“, betonte die nordrhein-westfälische Medienministerin <b>Dr. Angelica Schwall-Düren</b> beim 23. Medienforum.NRW. In die Anfangsphase des Projekts sollen Experten und Bürger einbezogen werden, mit deren Hilfe dann das Unterrichtsmaterial für den Medienpass NRW erarbeitet wird. Ein kompetenter und kritischer Umgang mit Medien und eine Minimierung der potenziellen Risiken seien die vorrangige Ziele des neuen Medienkompetenz-Angebotes, erläuterte die SPD-Politikerin, denn es gelte: „Kinderwelt ist Medienwelt.“<br /><br /><b>Dr. Joachim Weiner</b> störte sich an dem Begriff Medienkompetenz. „Dahinter steckt eine oberflächliche Umsetzungsstrategie“, monierte der Publizist, der früher selbst als Lehrer gearbeitet hatte. Außerdem habe Nordrhein-Westfalen ein echtes Evaluierungsproblem. „Ich kenne einige Medienkompetenzprojekte, in denen kein einziger Schüler fortgebildet wurde. Und niemand hat das überprüft“, kritisierte Weiner. Auch in den Schulen seien die Voraussetzungen für die Vermittlung von Medienkompetenz nicht gegeben. „Die Lehrer haben oft keine Ahnung und keine Zeit, sich darum zu kümmern“, kritisierte der Publizist und Autor. Vor allem um die so genannten bildungsfernen Schichten sei es ihm bang: „Die werden von den meisten Angeboten zur Förderung der Medienkompetenz gar nicht erreicht.“ <br /><br />„Cybermobbing gibt es auch in den bildungsnahen Schichten“, wandte Angelica Schwall-Düren ein. Dieses Problem trete vor allem an Gymnasien auf. Der Medienpass NRW solle die Lehrer anregen, die Schüler im selbstbestimmten Umgang mit den digitalen Medien zu unterrichten. Und das könne vor allem durch den Einsatz der neuen Medien selbst erfolgen. „Ein eigenes Unterrichtsfach ‚Medienkompetenz‘ macht keinen Sinn“, argumentierte die Medienministerin. <br /><br />Der Medienpädagoge und Journalist <b>Matthias Felling</b> hat bei seinen Einsätzen an Schulen festgestellt, dass es einen riesigen Bedarf gibt. „Die Lehrer sagen mir: Wir können das nicht leisten, wir brauchen jemanden von außen“, sagte Felling. LfM-Direktor <b>Dr. Jürgen Brautmeier</b> berichtete von den Projekten, die die Landesanstalt für Medien NRW zum Thema Medienkompetenz aufgelegt hat. <br /><br />„Wir nehmen unseren gesetzlichen Auftrag sehr ernst. Aber natürlich können Projekte wie ‚Eltern + Medien‘ nur ein Tropfen auf dem heißen Stein sein“, bedauerte er. Der LfM-Direktor betonte, dass mit dem Medienpass NRW, an dem auch die LfM beteiligt ist, das Rad nicht neu erfunden würde. Gleichwohl sei nicht schon vorab alles festgelegt. „Wir gehen nicht mit fertigen Konzepten in die Konsultationsphase, sondern ziehen alle Beteiligten zu Rate“, unterstrich Brautmeier. <br /><br /></p>]]></content:encoded>
			<category>Medienforum.Digital</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 22 Jun 2011 17:56:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Mobile Media Summit: Mobile – addictive, fascinating &amp; smart!</title>
			<link>http://www.medienforum.nrw.de/nc/de/presse/pressemitteilungen/volltext/article/mobile-media-summit-mobile-addictive-fascinating-smart.html</link>
			<description>Mobile Media wird zum „Innovationsmotor“</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Der Erfolg der mobilen Internetnutzung hat große Auswirkungen auf die gesamte Computerindustrie. <b>Frank Fischer</b>, Leiter Mobile Communications bei Microsoft Deutschland, machte dies beim Mobile Media Summit im Rahmen des 23. Medienforum.NRW mit einem Blick auf das geplante Betriebssystem Windows 8 deutlich. Dessen Design sei ähnlich gestaltet wie das der mobilen Plattform Windows Phone 7. Mobile Media werde zum „Innovationsmotor“, erklärte Fischer und Windows 8 eine „mittelprächtige Revolution“, da dieses Betriebssystem erstmals Plattform-übergreifend, also auch für Smartphones und Tablet-PCs, konzipiert sei.<br /><br />Auch die anderen Diskussionsteilnehmer zeigten sich von der bedeutenden Rolle, die mobile Applikationen für die Zukunft des Internets spielen würden, überzeugt. „Wir sind selbst absolut überrascht, mit welcher Geschwindigkeit sich dieser Markt entwickelt“, erklärte <b>Dr. Julian Weiss</b>, Chief Operating Officer von n-tv. Das Smartphone sei zu einem ständigen Begleiter vieler Nutzer geworden. Für einen Nachrichtensender wie n-tv sei es daher wichtig, mit seinen Inhalten auf möglichst vielen mobilen Plattformen präsent zu sein, auch wenn dies einen erhöhten finanziellen Aufwand bedeute. Im Umfeld attraktiver Inhalte sei es allerdings auch möglich, zusätzlich Einnahmen zu generieren, befand <b>Olga Steidl</b>, Head of Marketing beim Entwickler SPB Software. „Der Nutzer möchte einfach gerne TV-Inhalte sehen“, sagte sie. „Er ist entsprechend bereit, dabei Werbung zu akzeptieren, wenn sie attraktiv gestaltet ist.“&nbsp; <br /><br />Für eine neue Technologie wie Augmented Reality sei es ebenfalls wichtig, auf möglichst allen relevanten Mobil-Plattformen vertreten zu sein, führte <b>Jan Schlink</b>, Head of Corporate Communications bei metaio, aus. „Für uns geht es zunächst einmal vorrangig um die Reichweite.“ <b>Michael Schade</b>, CEO von Fishlabs Entertainment, geht allerdings davon aus, dass sich das Marktgeschehen in Zukunft im Wesentlichen auf die mobilen Betriebssysteme der drei Anbieter Apple, Windows und Android konzentrieren wird. Es werde sehr spannend zu beobachten, „wie sich diese drei gegenseitig die Marktanteile abnehmen werden“. Das von Google initiierte Betriebssystem Android sei allerdings aus Sicht der Inhalteanbieter durchaus problematisch, wenn es darum gehe, Erlöse zu generieren. „iPhone-User haben kein Problem damit, bis zehn Dollar für eines unserer Games zu zahlen“, berichtete Schade. „Bei Android hingegen funktioniert das überhaupt nicht.“ Auch in dieser Hinsicht setze er große Hoffnungen auf die künftigen mobilen Aktivitäten von Microsoft.<br /><br /></p>]]></content:encoded>
			<category>Medienforum.Digital</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 22 Jun 2011 17:53:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Vom Schutz kreativer Güter in der digitalen Welt</title>
			<link>http://www.medienforum.nrw.de/nc/de/presse/pressemitteilungen/volltext/article/vom-schutz-kreativer-gueter-in-der-digitalen-welt.html</link>
			<description>Copy and Paste statt Bonnie und Clyde</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">„Bonnie und Clyde waren gestern. Die Tastenkombination Copy und Paste ist das neue Gaunerpärchen des 21. Jahrhunderts.“ Nach Ansicht von <b>Dr. Angelica Schwall-Düren</b> ist das Internet eine gigantische Vervielfältigungsmaschine, mit nicht nur positiven Folgen für die Urheber. „Für Urheber muss sich Kreativität lohnen“, forderte die nordrhein-westfälische Medienministerin beim 23. Medienforum.NRW. Nur mit einem zeitgemäßen Lizenzrecht könnten Urheber im internationalen Wettbewerb bestehen, erklärte die SPD-Politikerin.<br /><br />Leichter gesagt als getan: Die Teilnehmer der Panel-Diskussion waren sich jedenfalls nicht darüber einig, wie ein zeitgemäßes Lizenzrecht aussehen muss.&nbsp; <b>Kerstin Jorna</b>, stellvertretende Kabinettschefin des EU-Kommissars Michel Barnier, betonte, dass es im Bereich&nbsp; Filme-auf-Abruf (on-demand) besonders deutlich werde, wo die Defizite liegen. „Für die Anbieter ist es viel einfacher, US-Material zu kaufen als Europäisches“, sagte die Mitarbeiterin des für Binnenmarkt und Dienstleistungen zuständigen EU-Kommissars. Die Konsequenz: 68 Prozent der Filme, die in Europa geschaut würden, seien amerikanischen Ursprungs. Trotzdem wehre sich die EU-Kommission vehement gegen die Ansicht, das Urheberrecht sei ein Hindernis und müsse weg. „Das ist die falsche Antwort, gefragt ist jetzt die richtige Strategie“, sagte Jorna. Am 13. Juli werde EU-Kommissar Barnier ein Grünbuch vorstellen, in dem er Vorschläge zum Urheberrecht im audiovisuellen Bereich mache. „Wir wollen einen Rechtsrahmen schaffen, der kulturelle Vielfalt schützt und die Nutzung vereinfacht“, unterstrich die Juristin.<br /><br />Die Lizenzsicherung für große Filmwerke funktioniert nach Ansicht von <b>Prof. Dr. Mathias Schwarz</b> gut. „Ich halte jedoch wenig davon, Filme gleich on-demand verfügbar zu machen“, erklärte der Leiter der Sektion Kino bei der Produzentenallianz. Wenn Kinofilme direkt auf Abruf verfügbar sind, finde sich in der Regel auf dem internationalen Markt kein Verleiher mehr, der den Streifen in die nationalen Kinos bringe.<br /><br /><b>Prof. Dr. Gerhard Pfennig</b> sagte, die EU-Kommission versuche, den Geist in die Flasche zurückzudrängen. Seiner Ansicht nach sind viele Urheberrechtsprobleme erst dadurch entstanden, dass man die Verwertungsgesellschaften im europäischen Raum zerschlagen habe. Jeder könne sich – außer in Deutschland – hinstellen und sagen „Ich bin eine Verwertungsgesellschaft“, kritisierte Pfennig.<br />&nbsp;<br /><b>Dr. Christian Hauptmann</b>, Deputy General Counsel der RTL Group, monierte, dass die Verwertungsgesellschaften nicht wüssten, wessen Rechte sie verträten. Das sei nach der Zerschlagung dieser Einrichtungen auch nicht verwunderlich, entgegnete Pfennig: „Sie können nicht sagen, wen sie nicht vertreten, sondern lediglich, wen sie noch vertreten.“<br /><br /><b>Cornelia Holsten</b>, Direktorin der Bremischen Landesmedienanstalt (brema), sieht die Aufgabe der Regulierer in Deutschland beim Urheberrechtsschutz vor allem in der Überprüfung der Refinanzierbarkeit. „Wenn die Sender überteuerte Rechte kaufen müssen, können sie weniger in ihre Programme investierten. Und das wiederum gefährdet die Rundfunkvielfalt in Deutschland“, betonte Holsten.</p>]]></content:encoded>
			<category>Medienforum.Digital</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 22 Jun 2011 16:48:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
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