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Katriel Schory erinnert sich...

Katriel Schory, Direktor des Israel Film Fund

Als Samuel Maoz dem Israel Film Fund das Drehbuch zu „Lebanon“ gab, war unsere Entscheidung, das Projekt zu unterstützen, einstimmig. Das Buch war sehr stark.

Kurz darauf kamen auch der israelische Produzent Uri Sabag von Paralite Productions und in Cannes 2006 die Kölner Ariel Films und die französische Firma Arsam Entertainment als Koproduzenten zum Projekt. Im Herbst 2006 sagten die Filmstiftung NRW und Arte ihre Unterstützung zu.

2007 begann der Dreh in Israel. Es war gar nicht leicht, im sehr begrenzten Innenraum des nachgebauten Panzers zu drehen.

Der Schnitt dauert lange. Aber das entspricht meiner Erfahrung mit Filmemachern, die ein persönliches Thema erzählen. Es dauert eine gewisse Zeit, bis man sich so weit von seinen Erfahrungen, und die waren ja hier traumatisch, distanziert hat, dass man den Film als Film sehen und bearbeiten kann – als Geschichte für ein Publikum.

Wir haben während dieser Schnittzeit oft mit Samuel diskutiert. Er sagte oft: „Aber es war in Wirklichkeit anders.“ Unser Argument war: „Du musst es so bearbeiten, dass der Zuschauer emotional so dicht wie möglich an die Wirklichkeit des Krieges herangeführt wird.“ Aber ich wusste, wenn Samuel den Schritt zur Distanzierung schafft, dann haben wir einen fantastischen, herausragenden Film. Und – er hat den Schritt geschafft.

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