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Fernsehen und Internet wachsen endlich zusammen: Mit der neuen Generation von TV-Geräten soll in den Wohnzimmern eine Revolution einsetzen. Zappen zwischen TV und Web – so heißt die Devise für immer mehr Nutzer und Endgeräte-Hersteller. Was noch fehlt, sind ein bedienungsfreundlicher Standard und mehr interaktive Inhalte.

Die neuen Systeme heißen Philips Net TV, Panasonic Viera Cast, Sony AppliCast oder Internet@TV von Samsung/Yahoo und versprechen den Aufbruch in eine konvergente Welt. Endlich, so verkünden die großen Hersteller der Unterhaltungselektronik, lassen sich auf dem Fernsehmonitor zusätzlich Online-Inhalte abbilden. Auch Set-Top-Boxen wie die der Firma Videoweb vereinen mittlerweile das World Wide Web mit dem Pantoffelkino im Wohnzimmer. Hinzu kommen die Games-Konsolen von Sony und Microsoft, die ebenfalls sowohl Online- als auch TV-Inhalte abbilden können. So mutiert der Flachbildschirm zum multimedialen Terminal.

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VERÄNDERT SICH DIE TV-NUTZUNG?

Wie sich die wachsende Beliebtheit von Online-Videos und Internet-Fernsehen auf die Nutzung klassischer TV-Programme auswirken wird, ist noch umstritten. Empirische Studien aus den USA weisen nicht auf den von der TV-Branche befürchteten Kannibalismus-Effekt hin. Vielmehr bedienen sich die meisten Amerikaner im Internet nur, wenn sie kurze Videoclips sehen wollen. Jenseits dieses „Video Snacking“ aber werden im gewohnten Umfang TV-Programme konsumiert. Bei jüngeren Zuschauern lässt sich allerdings ein Trend zum „Medien-Multitasking“ erkennen, das heißt: Fernsehgerät und Laptop werden parallel genutzt.

Sollte die Qualität von Bewegtbildern im Internet dank größerer Bandbreiten weiter optimiert werden, rechnen Experten mit einem Bedeutungsgewinn von Fernsehen via WWW. Dazu dürften auch die ständig wachsenden Mediatheken etablierter TV-Programmanbieter beitragen. Sie erlauben den Zuschauern einen zeitsouveränen Umgang mit Fernsehinhalten, der nicht an feste Programmschemata gebunden ist.