DIE ZUKUNFT DES FERNSEHENS
Die Fernsehbranche steht vor einem gewaltigen Wandlungsprozess: HDTV, Web-TV, (öffentlich-rechtliche) Online-Dienste und Product Placement verändern einen Markt, der mit sinkenden Werbeeinnahmen zu kämpfen hat.
Übersicht über alle Artikel zum Thema aus dem medienforum.magazin 1/09 und 2/09.
Mit dem 13. Rundfunkänderungsstaatsvertrag soll voraussichtlich ab April 2010 auch in deutschen TV-Programmen Product Placement erlaubt werden. Noch aber sind nicht alle Fragen geklärt:
zum STANDPUNKT // PRODUCT PLACEMENT: NUR EIN PYRRHUSSIEG? von Prof. Dr. Norbert Schneider
Fernsehen und Internet wachsen endlich zusammen: Mit der neuen Generation von TV-Geräten soll in den Wohnzimmern eine Revolution einsetzen. Zappen zwischen TV und Web – so heißt die Devise für immer mehr Nutzer und Endgeräte-Hersteller. Was noch fehlt, sind ein bedienungsfreundlicher Standard und mehr interaktive Inhalte.
TV-Werbung wird in Zeiten der Finanz- und Wirtschaftskrise für Programmanbieter zu einem knappen Gut. Die Einnahmen sinken und neues Wachstum ist nicht in Sicht. Deshalb fordern privatwirtschaftliche Anbieter die Werbespots ausschließlich für sich ein.
zum Standpunkt WARUM FRANKREICH KEIN VORBILD IST … von Isabelle Bourgeois
Die Aufsichtsgremien von Deutschlandradio, ARD und ZDF prüfen zurzeit etwa fünfzig Telemedienkonzepte für digitale Online-Angebote. Dabei droht der Drei-Stufen-Test zum Spielball der Interessen zu werden. Öffentlich-rechtliche und privatwirtschaftliche Programmanbieter legen die Spielregeln unterschiedlich aus.
zum Standpunkt DREI-STUFEN-TEST: MONSTER MIT VIELEN KÖPFEN von Hans Hoff
Das hochauflösende Fernsehen steht in Deutschland kurz vor dem Durchbruch: RTL, Vox sowie sieben Sky-Kanäle sind bereits in neuer Qualität zu sehen. Sat.1, ProSieben und Kabel 1 folgen im Januar, ARD und ZDF im Februar 2010. Außer einem einheitlichen Standard fehlen jetzt nur noch Haushalte mit HD-Receivern.
Während der Anbieter Premiere nach Milliardenverlusten den dritten Anlauf unternimmt, Pay-TV in Deutschland zu etablieren, melden Kabelnetzbetreiber erste Erfolge: Längst bietet die Branche immer mehr kleine und große Pay-TV-Pakete an, nennt sie „Wunschfernsehen“ und freut sich über das Wachstum.
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Standpunkt: Pay-TV hat eine Chance. Von Dr. Andreas Weinek
Die mangelnde Digitalisierung deutscher Fernsehhaushalte verzögert die Verbreitung von HDTV-Programmen. Im nächsten Jahr aber könnte der Durchbruch gelingen. Dann wollen außer Premiere auch ARD und ZDF sowie die ProSiebenSat.1 Media AG hochauflösende Bilder ausstrahlen.
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Wenn im Juni der 12. Rundfunksstaatsvertrag in Kraft tritt, müssen ARD, ZDF und Deutschlandradio bei ihren Online-Angeboten nachweisen, dass sie einen publizistischen Mehrwert besitzen. Der auf Druck der EU-Kommission konzipierte Drei-Stufen-Test steht als Masterplan vor einer Bewährungsprobe.
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Standpunkt: Mit viel Sachkunde und Engagement. Von Prof. Markus Schächter
Standpunkt: Eine Frage der Ehre. Von Jürgen Doetz
Ihr erstes Vierteljahrhundert bescherte den privatwirtschaftlichen TV-Programmen in Deutschland zunächst hohe Anlaufverluste, dann aber üppige Werbeeinnahmen und dem Publikum ständig neue Formate. Das Fernsehen avancierte zum flimmernden Kummerkasten und Big Brother, zur Unterhaltungsmaschine und zum Wachstumsmotor.
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Standpunkt: Ein Vierteljahrhundert Kampf um die Aufmerksamkeit. Von Prof. Dr. Norbert Schneider









