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07.04.2011 | Beitrag erstellt von redaktion in mefo inside


Ehrlich: Ich liebe Fernsehserien – natürlich nur die guten. Ich habe, bisweilen atemlos, zwei Staffeln Sarah Lund verfolgt, habe Im Angesicht des Verbrechens gebangt. Ich entdeckte meine Liebe zu Boardwalk Empire, zu Mad Men, Weeds und The Good Wife. Beim Festival Großes Fernsehen zeigen wir einmal im Jahr an vier Tagen Fernsehprogramme, die in Deutschland bislang nicht zu sehen waren. Wir sparen uns die Jury, einen Direktor und Preise und konzentrieren uns ganz auf die Fernsehprogramme. Serien gehören dazu und sind über die Jahre zu einem immer wichtiger werdenden Bestandteil dieses Festivals geworden. Mad Men hatte seine Deutschlandpremiere bei Großes Fernsehen in Köln, Pushing Daisies ebenso wie In Treatment, Dirty Sexy Money, Leverage oder Hustle.

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Deutschlands TV-Kabelnetzbetreiber wollen mit Bandbreiten von mehr als 100 MB it/s zu unverzichtbaren Online-Providern aufsteigen. Im Triple-Play-Poker gewinnen sie allmählich an Beliebtheit. Allerdings zögern viele Kunden noch immer, wenn es um die Umwandlung ihrer analogen in digitale Kabelanschlüsse geht.

Das Kürzel, das für viele in der Kabelbranche zurzeit wie ein Heilsversprechen klingt, heißt DO CSIS 3.0. Die Buchstaben stehen für den Begriff Data Over Cable Service Interface Specification. Dabei handelt es sich um den 1997 geschaffenen Standard für die Datenübertragung in Kabelnetzen, die über einen Rückkanal verfügen. Die 2006 eingeführte Modifikation DO CSIS 3.0 erlaubt auch die Bündelung einzelner Kanäle und ermöglicht dadurch Datenübertragungen von maximal 400 MB it /s. Die drei großen Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland GmbH (KDG), Unitymedia und Kabel BW können einem Teil ihrer Kunden inzwischen bereits Internetzugänge mit bis zu 120 MB it /s anbieten. Bis 2012 sollen etwa zwei Drittel aller Haushalte entsprechende Anschlüsse mieten können. Im Konkurrenzkampf mit den DSL-Angeboten von Telekommunikationsunternehmen haben die TV-Kabelnetze dadurch einen entscheidenden technischen Vorsprung. Schließlich ermöglicht die modernste DSL-Generation Very High Speed Digital Subscriber Line (VDSL) der Telekom AG , die nur in einigen Großstädten verfügbar ist, gerade einmal Bandbreiten von höchstens 50 Mbit /s.

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Standpunkt zum Artikel Kabelnetze // Tempoverschärfung beim digitalen Dreikampf
Von Dr. Herbert Leifker, Geschäftsführer und Chief Commercial Officer von Unitymedia

Fast alle erreichbaren Haushalte von Unitymedia können heute schon ihren Kabelanschluss für Internet mit bis zu 32 Mbit /s im Download und Telefonie nutzen. Während unsere Einstiegsprodukte bei 16 Mbit /s dort beginnen, wo DSL-Angeboten in der Regel die Puste ausgeht, baut Unitymedia seinen Vorsprung durch die zügige Einführung von DOCSIS 3.0 weiter aus. Schon Ende 2010 werden damit rund achtzig Prozent der Kabelhaushalte Zugang zu 128 Mbit /s haben. Darüber hinaus webt Unitymedia Schritt für Schritt weitere Glasfaserstrecken ins Netz und nimmt rechtzeitig „Zellteilungen“ in seinen Netzclustern vor, um die gleichbleibende Qualität der Dienste zu sichern. Damit entwickelt sich das HFC-Netz (Hybrid Fibre Coax) „organisch“ zu einem immer höher integrierten Glasfasernetz (Deep Fibre).

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Sky und seine Vorläuferunternehmen haben mehr als sechs Milliarden Euro Verlust mit dem Versuch gemacht, in Deutschland Pay-TV zu etablieren. Galt früher nur die große Free-TV-Landschaft als Konkurrenz, bedrohen inzwischen auch Online-Angebote die Sky-Zukunft. Gewinne werden frühestens für 2012 erwartet.

Der Neubau an der Unterföhringer Medianallee 26 wirkt monumental, ist aber nur gemietet. Endlich können alle Beschäftigten, die vor einem Jahr noch in sechs verschiedenen Immobilien untergebracht waren, gemeinsam unter einem Dach arbeiten. Damit beginnt eine neue Etappe in der Geschichte des Unternehmens, das früher einmal Premiere hieß. Jetzt steht in großen Buchstaben der Name Sky an der Firmenfassade. Die Aktiengesellschaft hat zwanzig Jahre nach der Gründung ihres Vorgängerunternehmens viel erlebt. Nur eines ließ sich nie erreichen: mit dem Geschäftsmodell Bezahlfernsehen stabile Gewinne zu erwirtschaften.Zurzeit macht die Sky Deutschland AG Tag für Tag durchschnittlich etwa eine Million Euro weitere Verluste. Im ersten Halbjahr häufte sich auf diese Weise ein Defizit in Höhe von fast 197 Millionen Euro an. Die Zahl der Abonnenten stagniert bei etwa 2,5 Millionen. Die Folge solcher Bilanzen: Der Börsenkurs dümpelt bei einem Euro pro Aktie und macht damit nur noch ein Zwanzigstel dessen aus, was das Premiere-Papier beim Börsengang im März 2005 wert war.

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Videoplattformen im Internet zwingen die TV-Branche, ihre Bewegtbilder auch für die Online-Welt anzubieten. Andernfalls drohen Rückgänge bei Reichweiten und Werbeeinnahmen. Nun werden neue hybride Plattformen, Strategien und Standards gesucht, um das Überleben in der digitalen Welt zu sichern.

„Internet treibt Blockbuster in die Pleite“, titelte die Financial Times Deutschland im September. Gleich darunter war zu lesen, dass der Siegeszug der Online-Videos seinen Tribut zolle und die größte Videothekenkette der USA namens Blockbuster pleite sei. Wenige Monate zuvor bereits hatte auch der Konkurrent Movie Gallery Gläubigerschutz beantragen müssen und wurde schließlich im Mai abgewickelt. Wie zwei Dinosaurier strauchelten die Videothekenketten, als sich um sie herum die mediale Umwelt in rasantem Tempo veränderte. Videos oder DVDs werden nämlich kaum noch in Läden gekauft oder geliehen, sondern kurzerhand übers Internet bestellt oder sogar direkt auf den eigenen   PC heruntergeladen. Darunter leiden inzwischen auch die großen Hollywood- Studios, denen auf diese Weise eine komplette Filmverwertungsstufe auszufallen droht. MGM ging bereits das Geld aus.

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