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Zur Zeit wird gefiltert nach: qualität
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Markt und Moral stehen im Medienbereich in einem besonderen Spannungsverhältnis. Der wachsende Konkurrenzdruck und stagnierende Werbeerlöse setzen die Branche zusätzlich unter Druck. Beim Kampf um die Aufmerksamkeit geraten soziale Verantwortung und Medienethik häufig aus dem Blick. Der Vorgang gilt bei TV-Sportreportern längst als Kavaliersdelikt: Da werden die Chancen deutscher Athleten vor Wettkämpfen im Zweifel ein wenig besser dargestellt, als die Journalisten sie tatsächlich einschätzen. Warum? Der Grund ist klar: Nur wenn bei großen Sport-Events heimische Sportstars Medaillenchancen haben, versprechen Liveübertragungen hohe Zuschauermarktanteile. Ähnliches gilt natürlich auch für Formel-1-Rennen, Boxkämpfe oder – ganz aktuell – für die Fußball-Weltmeisterschaft. Eine Form von Irreführung? Ein Verstoß gegen medienethische Standards? Aus Sicht der TV-Branche gehen solche Vorwürfe zu weit.

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Standpunkt zum Artikel: Medienethik // Über Fakes und Fiktion, Werte und Wahrheiten
Von Präses Nikolaus Schneider, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland

„In der Verantwortung vor Gott und den Menschen“, heißt es in der Präambel unseres Grundgesetzes, in dem die Würde eines jeden Menschen ebenso unter den besonderen Schutz gestellt wird wie die Meinungs- und die Religionsfreiheit. Wie das Grundgesetz sind auch die Zehn Gebote der Bibel nicht eine Beschreibung der Wirklichkeit. Vielmehr sind beide Texte ein Maß, an dem sich das Leben ausrichten soll.

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Die Gratiskultur des Internets führt beim Geschäft mit den Nachrichten zu gefährlichen Erosionen. Dabei fällt anspruchsvoller Journalismus immer häufiger dem Wunsch nach Low-Cost-Content zum Opfer. Am Ende wird Beliebiges monetarisiert, und qualitativ hochwertige Inhalte bleiben auf der Strecke. Die Zeitungen titelten „Angriff auf den Marktführer“ (Frankfurter Rundschau), „Kampfansage an die dpa“ (Kölner Stadt-Anzeiger) oder „ddp kündigt Angriff auf dpa an“ (Financial Times Deutschland), als die Nachrichtenagentur Deutscher Depeschendienst (ddp) Anfang Dezember 2009 die deutsche Abteilung von Associated Press (AP) übernahm. Seitdem ist es unruhig geworden auf dem deutschen Markt der Presseagenturen. Am 1. April wurde ddp eine Klageschrift zugestellt, die zuvor von der Deutschen Presseagentur (dpa) beim Berliner Landgericht eingereicht worden war. Der Marktführer wehrte sich damit gegen Aussagen der ddp- Eigentümer Martin Vorderwülbecke und Peter Löw. Beide hatten in den vorhergehenden Wochen immer wieder rhetorische Nadelstiche gegen die dpa gesetzt.


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TV Studio

Wie stark dürfen privatwirtschaftliche TV-Programmanbieter die Qualität ihrer Nachrichten von Kostenkalkulationen abhängig machen? Nach der Ankündigung der ProSiebenSat.1 Media AG , im Newsbereich kräftig sparen zu wollen, diskutieren Medienpolitik und Landesmedienanstalten über Nachrichten-Mindeststandards.
Als das Bundesverfassungsgericht 1986 mit seinem sogenannten Niedersachsen- Urteil den Grundstein für das duale Rundfunksystem legte, erlaubte es den privatwirtschaftlichen Anbietern ausdrücklich, „möglichst massenattraktive, unter dem Gesichtspunkt der Maximierung der Zuschauer- und Hörerzahlen erfolgreiche Programme zu möglichst niedrigen Kosten“ herzustellen.

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Standpunkt zum Artikel: TV-News // Nachrichten - Nur ein Kostenfaktor?
Von Hans Demmel, Geschäftsführer von n-tv

Nachrichten als Kostenfaktor stehen aktuell mal wieder in der öffentlichen Diskussion – ein leidiges Thema und zugleich ein so spannendes. Was man dazu auch schreibt: In den Augen vieler Leser ist es falsch, unaufrichtig oder gar beides. Wer die Wahrheit schreibt, nämlich, dass Nachrichten Geld kosten, steht sehr schnell am Pranger. Vor allem, wenn er einen relativ kleinen und eigentlich genauso banalen Satz hinzufügt: Das Geld hierfür muss irgendwoher kommen – ob aus dem Werbeumfeld wie bei den Privaten oder aus den zwangsweise erhobenen Gebühren wie bei den Öffentlich-Rechtlichen.

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