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Die deutsche Free-TV-Branche hat auf sinkende Werbeeinnahmen mit einem rigiden Sparkurs reagiert. Zwar geht das reine Sendeminuten-Volumen neuer Produktionen nicht zurück. Gefragt sind aber vor allem preiswerte oder gar billige Formate. Angesichts schrumpfender Etats sind teure Filmprojekte und künstlerische Freiräume bedroht.

Weil die Wirtschafts- und Werbekrise die TV-Branche zur Kostensenkung gezwungen hat, rechnet fast die Hälfte der deutschen TV-Produzenten für dieses Jahr mit sinkenden Umsätzen. Zu diesem Ergebnis kam die Produzentenallianz, als sie im Frühjahr ihre fast 200 Mitglieder befragte. Schuld daran ist offenbar weniger eine mangelnde Auftragslage, sondern vielmehr die „ungenügende Bezahlung für geforderte Leistungen“, teilte die Allianz mit. Zumindest seien etwa siebzig Prozent der Befragten dieser Ansicht. Fast alle TV-Programmanbieter müssen sparen und geben den Kostendruck inzwischen an die Produzenten weiter. Davon sind am meisten kleinere Unternehmen betroffen, deren Existenz oft nur von wenigen Kunden abhängt. Prominentestes Beispiel dafür ist die Pro GmbH, die trotz prominenter Gesellschafter wie Alfred Biolek, Dirk Bach und der Senator Entertainment GmbH im März Insolvenz anmelden musste.

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