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Island will zu einem Musterland der Presse- und Meinungsfreiheit werden. Dort sollen bald auch Informanten und Whistleblower besser geschützt werden als überall sonst auf der Welt. Eine Initiative dafür wurde vor etwa einem Jahr gestartet. Im vergangenen Juni erfolgte ein entsprechender Parlamentsbeschluss. Konkrete Gesetze aber fehlen bislang.

Noch scheint Island vom oft beschworenen Freihafen für investigativen Journalismus und Medienfreiheit weit entfernt. Die beiden größten Tageszeitungen, Frettabladid und Morgunbladid, werden von Redakteuren geleitet, die der Unabhängigkeitspartei angehören. Die größte Partei des isländischen Parlaments gilt als liberal-konservativ und als Zentrum eines oligarchisch anmutenden Komplexes aus Politik und Wirtschaft, der unter anderem den Konkurs der drei größten isländischen Banken begünstigte.

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Das Internetunternehmen AOL zahlt etwa 315 Millionen Dollar und übernimmt die Online-Nachrichtenseite The Huffington Post. Mit der größten Investition seit der Ausgründung aus dem Medienkonzern Time Warner versucht der Internet-Pionier ein Comeback. Arianna Huffington soll den gesamten AOL-Nachrichtenbereich leiten und eine Rückkehr in die Gewinnzone ermöglichen.

Als vor elf Jahren das Online-Unternehmen America Online (AOL) den Medienkonzern Time Warner übernahm, galt diese Ehe als die bis dahin größte Firmenübernahme der Wirtschaftsgeschichte und als ein Symbol für eine Zeitenwende: New Economy und Internet eroberten die klassischen Medien.

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Das World Wide Web liefert immer mehr Informationen, und Wikileaks deckt Skandale auf. Auch Social-Media-Anwendungen können die Öffentlichkeit bereichern. Dennoch bleiben kommunikative Lücken. Deshalb stehen Journalisten vor der Herausforderung, relevante Informationen zu bündeln und zu interpretieren.

Zu den weltweit größten journalistischen Enthüllungen des Jahres 2010 gehören vier, die ohne das Internet nicht denkbar gewesen wären und alle auf eine Quelle zurückgehen: die Internet-Plattform Wikileaks. Auf dieser Seite können – anonym – geheime Dokumente veröffentlicht werden. Zuletzt wurden mehr als 250.000 interne Berichte und Lagebeurteilungen von US-Botschaften öffentlich gemacht und sorgen seitdem international für diplomatische Verwirrungen und Verwicklungen („Cablegate“).

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Es hat seinen ganz besonderen Reiz, in der Atmosphäre eines Auswanderermuseums einen  Medienkongress zu veranstalten. Das Erlebnismuseum BallinStadt bietet die Szenerie für das jährlich stattfindende scoopcamp, das 2009 seine Premiere erlebte und mit der erfolgreichen Auflage 2010 offenbar schon kurz davor ist, Tradition zu werden. Jedenfalls ist das scoopcamp 2011 schon versprochen – und das ist gut!

Die aktuellen Entwicklungen und Trends der schreibenden und bloggenden Zunft – hautnah erklärt von den Pionieren aus Social-Media-Szene und Verlagswelt. So sehen die scoopcamp-Verantwortlichen, das Netzwerk hamburg@work und die dpa, ihre Veranstaltung selbst und liegen damit nicht schlecht. Wer 2009 Adrian Holovaty und sein Start-up everyblock.com erlebt hat und in diesem Jahr für die Keynoter Aron Pilhofer  (New York Times) oder Oliver Reichenstein (information Architects) nach Hamburg gekommen war, wurde mit exzellenten Vorträgen in einer sehr offenen und kommunikativen Umgebung belohnt.

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Markt und Moral stehen im Medienbereich in einem besonderen Spannungsverhältnis. Der wachsende Konkurrenzdruck und stagnierende Werbeerlöse setzen die Branche zusätzlich unter Druck. Beim Kampf um die Aufmerksamkeit geraten soziale Verantwortung und Medienethik häufig aus dem Blick. Der Vorgang gilt bei TV-Sportreportern längst als Kavaliersdelikt: Da werden die Chancen deutscher Athleten vor Wettkämpfen im Zweifel ein wenig besser dargestellt, als die Journalisten sie tatsächlich einschätzen. Warum? Der Grund ist klar: Nur wenn bei großen Sport-Events heimische Sportstars Medaillenchancen haben, versprechen Liveübertragungen hohe Zuschauermarktanteile. Ähnliches gilt natürlich auch für Formel-1-Rennen, Boxkämpfe oder – ganz aktuell – für die Fußball-Weltmeisterschaft. Eine Form von Irreführung? Ein Verstoß gegen medienethische Standards? Aus Sicht der TV-Branche gehen solche Vorwürfe zu weit.

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