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Mit der Sammlung von Nutzerdaten und der Erstellung persönlicher (Bewegungs-)profile im (mobilen) Internet bedrohen große Online-Konzerne zunehmend die Privatsphäre und informationelle Selbstbestimmung der Bürger. Datenschützer warnen und fordern strengere internationale Spielregeln.

Als am 1. März die neue Datenschutzerklärung des Suchmaschinen-Marktführers Google in Kraft trat, wimmelte es nur so von Konjunktiven. Das Unternehmen erfasse „möglicherweise gerätespezifische Informationen und Standortdaten“ war in den Ausführungen zu lesen oder, dass „unter Umständen … die personenbezogenen Daten aus den verschiedenen Google-Diensten miteinander verknüpft“ würden. Solche Formulierungen sind unverständlich, vage, haben kaum Aussagewert und machen deutlich, wie ernst es die großen Online-Konzerne mit dem Datenschutz nehmen. Und auch folgende Verheißung klingt weniger nach Datenschutz als nach kommerzieller Datensammlung: „Wir erfassen möglicherweise gerätespezifische Informationen (beispielsweise das von Ihnen verwendete Hardware-Modell, die Version des Betriebssystems, eindeutige Gerätekennungen und Informationen über mobile Netzwerke, einschließlich Ihrer Telefonnummer). Google verknüpft Ihre Gerätekennungen oder Telefonnummer gegebenenfalls mit Ihrem Google-Konto.“

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US-ZEITUNGSKRISE // ZUKUNFT UND GELD IM INTERNET?

Die Zeitungsbranche in den USA gerät immer tiefer in die Krise. Erst sanken die Auflagen, dann die Werbeeinnahmen. Um die gefährliche Auflagen-Anzeigen-Spirale aufzuhalten, werden dringend neue Geschäftsmodelle benötigt. Erneut versuchen sich die Verlage deshalb an kostenpflichtigen Inhalten im World Wide Web.

"Eine Industrie, die ihre Inhalte wegwirft, kannibalisiert sich selbst“, brachte Anfang August der australoamerikanische Medien-Tycoon Rupert Murdoch ein Dilemma auf den Punkt, das die aktuelle Lage auf dem US-Zeitungsmarkt charakterisiert. Das Anzeigenaufkommen sank 2008 um mehr als 15 Prozent und in der ersten Hälfte dieses Jahres sogar fast doppelt so stark. Die etwa 1.400 Tageszeitungen der USA erleben die schwerste Krise ihrer Geschichte. Im vergangenen Jahr kam gleich für sieben Verlage das wirtschaftliche Ende. Seit Anfang 2008 wurden etwa 30.000 Mitarbeiter entlassen, etwa jeder Zweite davon war Journalist.

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GOOGLE // DER STREIT UM DIE DIGITALE BIBLIOTHEK

Verlage und Autoren wehren sich gegen das Vorhaben des Suchmaschinen-Primus Google, im Internet eine virtuelle Bibliothek aufzubauen. Während Gegner dieses Plans das Urheberrecht in Gefahr sehen, schwärmen Befürworter von der Idee, gedrucktes Weltwissen einzuscannen und online verfügbar zu machen. Das Unternehmen Google hat seit Ende 2004 etwa zehn Millionen Bücher – darunter ungefähr 100.000 deutschsprachige Werke – digitalisiert und will sie über die Plattform Google Books online nutzbar machen. Der Suchmaschinenbetreiber arbeitet weltweit mit etwa vierzig großen Bibliotheken zusammen, darunter mit 32 amerikanischen und sieben europäischen. In Deutschland kooperiert Google mit der Bayerischen Staatsbibliothek.

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Microsofts dominierende Position auf dem Software-Markt ist in Gefahr: Googles Webbrowser Chrome könnte für mehr Wettbewerb sorgen und soll die Internet-Welt revolutionieren. Datenschützer fürchten allerdings, dass Google mit der neuen Software noch mehr Nutzerdaten sammeln will.

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Während sich Google von der Suchmaschine zum Werbekonzern entwickelt, sind viele mit den Suchergebnissen des Marktführers nicht zufrieden. Die Konkurrenz setzt auf semantische Verfahren. Googles Marktmacht wird das kaum bedrohen, aber vielleicht eine Monopolisierung im World Wide Web verhindern. 

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