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Nach dem Kino soll die dritte Dimension nun auch das Fernsehen revolutionieren. Die Endgerätehersteller bieten sehr unterschiedliche Systeme an. Ohne eine 3D-Brille aber kommen nur wenige von ihnen aus, was den TV-Genuss schmälert. Außerdem sind die Geräte teuer und wirken nicht ganz ausgereift.

Ist das alles nur eine Mode, ein Hype oder tatsächlich der Beginn einer neuen TV-Ära? Die Tele-Vision von den dreidimensionalen Welten im heimischen Wohnzimmer fasziniert und fesselt gleichermaßen. Ausgerechnet die flachen Flatscreens sollen dazu beitragen, Zuschauern dreidimensionale Fernsehtiefen zu eröffnen (siehe Artikel „Television der dritten Dimension“). Plötzlich sind wir also mitten im fiktiven Umfeld virtueller Räume, mitten unter den Hauptdarstellern und nicht mehr nur – wie bisher – nebenan und vor dem Guckkasten des bloß zweidimensionalen Fernsehgeschehens. Soweit die Verheißung. Die Wirklichkeit sieht oft anders aus: Mancher, der bereits einen dieser schicken neuen 3D-TV-Monitore sein Eigen nennt, sitzt nämlich plötzlich ganz verkrampft auf der Couch, noch dazu mit einer klobigen Brille auf der Nase. Und wehe, er verändert seine Position, will sich seitlich aufs Sofa lümmeln oder gar beim Fernsehen bügeln. Dann ist es mit der dreidimensionalen TV-Herrlichkeit schnell vorbei. Die Bilder flimmern, haben Schatten, erscheinen unscharf oder doppelt (Ghosting). Auch wer mit der 3D-Brille nicht auf den Fernseher, sondern beispielsweise aus dem Fenster schaut, erlebt ein seltsames Flimmern.

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Dr. Ralf Schäfer

Standpunkt zum Artikel 3D-TV // Tiefenrausch für Flachbildschirme?
Von Dr. Ralf Schäfer, Leiter der Abteilung Image Processing des Fraunhofer Heinrich-Hertz-Instituts


„In 3D kommt er noch besser!“, sagte Thomas D. zu Smudo, beide Sänger der Fantastischen Vier, als dieser bei der Generalprobe zur Live- 3D-Übertragung ihres Konzerts in Halle am 28. September einen uralten Witz zum Besten gab. Alles so schön neu hier? Erwecken wir das gute alte Fernsehen, das in letzter Zeit viel Kritik einstecken muss, zum Beispiel mit 3DFilmen und -Effekten zu neuem Leben? Oder bleibt dies eine Sache der Kinos?

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Die 3D-Technik soll nach dem Kino nun auch das Wohnzimmer erobern. Medien- und Elektronikkonzerne hoffen auf den großen Durchbruch des 3D-TV. Dreidimensional wirkende Fernsehbilder sollen raumgreifende Videowelten bieten und der Branche zu einem Wachstumsschub verhelfen.
Spätestens seit dem Erfolg des Kinoknüllers „Avatar“ (20th Century Fox), der mit mehr als 2,6 Milliarden Dollar Einnahmen alle anderen Hollywood- Produktionen in den Schatten stellte, herrscht in der Medienbranche Aufbruchstimmung. Die dritte Dimension der Geschichte über blauhäutige Außerirdische aus Pandora bescherte Regisseur David Cameron und Rupert Murdochs News Corporation boomendes Blockbuster-Business.

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Standpunkt zum Artikel: 3D-TV // Television der dritten Dimension
Von Wolfgang Elsäßer, Geschäftsführer Astra Deutschland

Seit dem großen Erfolg von Avatar und den Ankündigungen der Unterhaltungselektronikhersteller auf der Messe CES im Januar in Las Vegas ist das Thema 3D fast allgegenwärtig. Kein Wunder: Wer 3D selbst im Kino erlebt hat oder das Glück hatte, einen 3D-Showcase zu sehen, der ist begeistert. 3D sieht auch auf einem dafür geeigneten Fernseher toll aus, keine Frage. Der neue Trend 3D bietet ein großes Potenzial, das perspektivisch garantiert nicht nur auf der Kinoleinwand zum Tragen kommen wird.

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3D-Kino: Die Renaissance der dritten Kino-Dimension

Das digitale Kino bietet Chancen, von denen sich die Filmbranche neue Zuschauerströme erhofft. Zu den Innovationen zählt auch der 3D-Film, dessen Renaissance in diesem Jahr für Erfolge sorgen soll. Noch aber ist die dritte Kino-Dimension erst in wenigen deutschen Filmtheatern zu bestaunen.
Alles sieht fast so aus wie in der Wirklichkeit: in bestechender Qualität dreidimensional. Für den Zuschauer entsteht der Eindruck, als könne er direkt in die Leinwand-Szenerie hineinspazieren. Kein Wunder, dass die großen Hollywood-Studios auf die sogenannte 3D-Technologie setzen.

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