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Zur Zeit wird gefiltert nach: magazin 02/10
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Das World Wide Web liefert immer mehr Informationen, und Wikileaks deckt Skandale auf. Auch Social-Media-Anwendungen können die Öffentlichkeit bereichern. Dennoch bleiben kommunikative Lücken. Deshalb stehen Journalisten vor der Herausforderung, relevante Informationen zu bündeln und zu interpretieren.

Zu den weltweit größten journalistischen Enthüllungen des Jahres 2010 gehören vier, die ohne das Internet nicht denkbar gewesen wären und alle auf eine Quelle zurückgehen: die Internet-Plattform Wikileaks. Auf dieser Seite können – anonym – geheime Dokumente veröffentlicht werden. Zuletzt wurden mehr als 250.000 interne Berichte und Lagebeurteilungen von US-Botschaften öffentlich gemacht und sorgen seitdem international für diplomatische Verwirrungen und Verwicklungen („Cablegate“).

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Immer mehr Journalismus-Studiengänge werden crossmedial ausgerichtet. So versuchen die Hochschulen auf den Trend zu reagieren, dass ehemals getrennte Mediengattungen im Internet miteinander verschmelzen. Auf den Studienplänen stehen deshalb auch Angebote wie Web-Publishing oder Handy-Reporting.

Wer früher Journalist werden wollte, der arbeitete meist schon als Schüler für eine Lokalzeitung. Dort sammelte er Erfahrungen und Arbeitsproben. Am Anfang standen Wochenend- und Abendtermine, später kamen vielleicht kleine Reportagen hinzu. Die Artikel wurden auf der Schreibmaschine geschrieben. In den 80er-Jahren tauchten in den Redaktionen dann die ersten Textverarbeitungssysteme auf.

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Die Zeiten, in denen alle Daten im Internet zu gleichen Bedingungen transportiert werden, könnten bald vorbei sein. Die Netzbetreiber fordern mehr Geld von allen Anbietern datenintensiver Inhalte. Andernfalls lasse sich der Ausbau der Leitungskapazitäten nicht finanzieren. Droht damit das Ende der Netzneutralität?

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Mit ihrem Engagement in Osteuropa machten einige deutsche Zeitungsverlage Millionengewinne. Doch inzwischen ist bei vielen Beteiligten die große Euphorie einer Ernüchterung gewichen. Die Verlage Springer und Ringier operieren in Osteuropa inzwischen gemeinsam. Die WAZ-Gruppe zieht sich aus Serbien zurück.

Als sich Anfang der 90er-Jahre der Eiserne Vorhang hob, herrschte in der Zeitungsbranche Aufbruchstimmung. Auch deutsche Verlagshäuser begannen angesichts eines gesättigten Heimatmarktes damit, nach neuen Investments in den ehemals sozialistisch geprägten Staaten zu suchen. Am begehrtesten waren Blätter, die – ähnlich wie in der ehemaligen DDR – zuvor Staat oder Partei gehört hatten und über hohe Auflagen verfügten. Es folgte eine große Investitionswelle, die dazu führte, dass der osteuropäische Zeitungsmarkt mittlerweile von westeuropäischem Kapital dominiert wird. Springer wurde Marktführer in Polen, die WAZ-Gruppe ist in Ungarn, Bulgarien, Kroatien, Mazedonien, Rumänien, Albanien und Serbien aktiv, in Tschechien prägen die Verlage der Rheinischen Post und Passauer Neuen Presse das Geschehen.  

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Im Interview mit dem medienforum.magazin skizziert Marc Jan Eumann seine medienpolitischen Vorstellungen. Der neue Medienstaatssekretär der nordrhein-westfälischen Landesregierung ist seit Mitte Juli im Amt. Eumann ist außerdem Vorsitzender der Medienkommission beim SPD-Parteivorstand.

Herr Eumann, in welcher Situation nutzen Sie wann welche Medien, um sich über das aktuelle Geschehen auf dem Laufenden zu halten?
Die Tageszeitungen am Morgen gehören zu meinem ganz persönlichen Medienmenü ebenso dazu wie verschiedene Newsletter und Online- Dienste. Im Auto ist das Radio mein Begleiter. E-Mail und SMS sind mir unentbehrlich geworden, um den zahlreichen Anfragen und Kontaktwünschen, die mich erreichen, auch tatsächlich gerecht werden zu können. Natürlich gehört auch noch immer das Telefon zu den wichtigen Medien. Und wenn der Arbeitstag spät endet, ist das Buch klassische Bettlektüre.

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