Friedrich Joussen

Er bezeichnete einmal Bill Gates als seine historische Lieblingsfigur, weil der Microsoft-Gründer „Mut hatte und aus seiner Vision ein Weltunternehmen geschaffen hat“. Aber auch die eigene Lebensbilanz von Friedrich Joussen kann sich bereits sehen lassen: Er gehört zu den Pionieren der deutschen Mobilfunk-Branche und leitet seit 2005 die Geschäftsführung von Vodafone Deutschland. Dabei leitete er später auch die Integration von Arcor.

Joussen, der an der RWTH Aachen Elektrotechnik studierte und schon 1990 zu den Pionieren gehörte, die bei der Mannesmann AG die Mobilfunksparte D2 aufbauten, stieg nach der D2-Übernahme durch Vodafone schnell zu den wichtigsten Managern der deutschen Mobilfunk-Landschaft auf. Im vergangenen Herbst gelang es seinen Unternehmen sogar, T-Mobile in Deutschland als Marktführer abzulösen.

Joussen gilt ebenso als Technikexperte wie als erfolgreicher Manager. Unter anderem erwarb er mehrere Patente. So entwickelte er etwa die Twin-Card, mit deren Hilfe man auf zwei unterschiedlichen Mobiltelefonen unter ein und derselben Vodafone-Nummer zu erreichen ist. Darüber hinaus war der diplomierte Ingenieur maßgeblich daran beteiligt, den Short Message Service (SMS) in Deutschland zu einem marktfähigen, kommerziellen Produkt zu entwickeln. Für die Zukunft setzt Joussen vor allem auf das mobile Internet.
Der deutsche Vodafone-Chef ist Mitglied im Präsidium des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) und im Präsidium des Verbandes BITKOM. Als gebürtige Duisburger ist der 48-jährige Topmanager bis heute seiner Heimatstadt treu geblieben. Der Vater von vier Kindern mag Porsche und Currywurst, Fußball, Tennis und Golf. Vor vier Jahren verriet er außerdem dem Focus: „Ein politisches Amt, in dem ich Gestaltungsfreiheit hätte, würde mich reizen, auch gern für länger.“

Friedrich Joussen wird am Dienstag, 21. Juni, beim 23. Medienforum.NRW eine Keynote zum Thema „Highspeed in neutralen Netzen. Wie das Digitale bei den Menschen ankommt“ präsentieren. Anschließend diskutiert er mit Katharina Behrends (Geschäftsführerin von Universal Networks International Germany), Thomas Fuchs (Vorsitzender der  Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten), Dr. Herbert Leifker (CCO Unitiy Media GmbH) und Brian Sullivan (Vorstandsvorsitzender Sky Deutschland AG) über seine Standpunkte.

01.06.2011 | Beitrag erstellt von redaktion in mefo inside
Kommentar erstellen | Trackback-Link
Tags: mefo 11 Views: 953

  •  
  • 0 Kommentar(e)
  •  

Mein Kommentar

Zurück

Kategorien

Medienforum Magazin

  • [+]2011
  • [+]2010
  • [+]2009
  • [+]2008
  • [+]2007

Letzte Kommentare

Archiv

Archiv

ARCHIV MEDIENFORUM.MAGAZIN

Das medienforum.magazin berichtet zweimal jährlich über aktuelle Themen der Medienbranche. Alle Texte finden Sie hier zum Download.