Standpunkt zum Artikel: Social Media // Netzwerke mit Knoten und Löchern
Von Axel Schmiegelow, Geschäftsführer der sevenload GmbH

Auch im Social-Media-Bereich unterliegen alle Angebote den bereits bekannten Geschäftsmodellen: Werbefinanzierte Inhalte, Freemium-Modelle und trotz noch geringer Volumina zunehmend das Paid-Content-Modell als Einzelabruf oder Abonnement reihen sich je nach Art der Dienstleistung und des Service aneinander.
Social Video wirkt im Interesse aller Beteiligten: Nutzer, Werbekunden, Content-Produzenten, Rechteinhaber und Plattformbetreiber. Im Vergleich zu TV-Werbespots reduzieren die Targeting- Möglichkeiten bei Video-Ads die Streuverluste auf ein Minimum.

 Entgegen der für die TV-Werbung maßgeblichen Panelmessung der Einschaltquoten lassen sich bei der Gattung Social Video die Nettoreichweite sowie die Lead Conversion Rate messen und während laufender Kampagnen kontinuierlich verbessern. In vielen Branchen haben Werbetreibende, sogar im für Online-Werbung meist undankbaren FMCG-Bereich (Fast Moving Consumer Goods), signifikante Steigerungen erreicht.

Der Content-Industrie, die wegbrechende Einnahmen aus dem Ton- und Datenträgergeschäft kompensieren will, eröffnet der Bereich Social Video durch faire Erlösbeteiligungsmodelle neue Einnahmequellen. Hier werden keine Peanuts verdient, sondern Einnahmen pro Nutzer (ARPU), die den Vergleich mit herkömmlichen Geschäftsmodellen nicht mehr zu scheuen brauchen. Dabei vertrauen immer mehr werbetreibende Unternehmen nicht nur auf klassisch aufgebaute Online-Angebote, sondern erkennen für Social Media die soziale Relevanz der Markenpräsenz. Nachhaltige Markenkommunikation verändert sich von „Top-down“ zu „Bottom-up“ und bindet den Kunden aktiv in die Markenwelt ein. Die Forderung, den Dialog auf Augenhöhe zu führen, lässt sich durch die aktive Einbindung der Kunden in die Markenwelt umsetzen.

Social Videos können Inhalte durch soziale Interaktion der Nutzer veredeln, die Attraktivität von Marken steigern und neue Erlösquellen erschließen. Noch ist dies überwiegend werbefinanziert, doch existieren bereits Alternativen in ersten Subscriber-Modellen, sei es von Nischenthemen oder durch ein Abonnement von ganzen digitalen On-Demand-Angeboten. Die Ausweitung dieser Erlösmodelle auf massenmarktfähige Content-Angebote für ein personalisiertes Sehverhalten ist jedoch keine Zukunftsmusik mehr. Vielmehr erfolgt diese Form der Content-Distribution noch in diesem Jahr über HbbTV, internetfähige Fernseher und mobile Endgeräte.

01.05.2010 | Beitrag erstellt von Axel Schmiegelow in digital,standpunkt
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Tags: social media, internet, datenschutz, digital Views: 2912

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... und Danke für die Gedanken! :-) Ciao Ulli Naefken Dipl.-Produzent (Filmakademie Baden-Württemberg)

11.06.2010 | 11:13 | Kommentar erstellt von Ulli Naefken  | Website: http://www.ulnastudios.com

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