Standpunkt zum Artikel AUSBILDUNG // ONE CONTENT, ALL MEDIA

Von Peter Klöppel RTL-Chefredakteur und Direktor der RTL Journalistenschule für TV und Multimedia

TV-Journalismus in der digitalen Welt bringt im Grunde zwei wichtige Aspekte mit sich:

Erstens werden Informationen nicht mehr nur für die Verbreitung über das Medium Fernsehen aufbereitet, sondern auch für andere Plattformen wie das Internet oder mobile Geräte zur Verfügung gestellt – und dies erfordert teilweise veränderte Darstellungsformen.


Wie auch in vielen anderen Berufen muss der Journalist also vernetzter denken, sich neue handwerkliche Fähigkeiten aneignen und sich auf neue Nutzer einstellen. Schon jetzt werden viele angehende Journalisten multimedial ausgebildet. Dazu gehört auch, dass sie in der praktischen Arbeit immer wieder vor der Aufgabe stehen, dass angesichts der ständig wachsenden Fülle an Informationen die Evaluierungs-Herausforderung wächst.

Zweitens wird der seriöse Journalismus in Zukunft eine immer wichtigere Rolle spielen. Der Zuschauer, Leser oder auch User erwartet die „unparteiische“ Einordnung der gelieferten Informationen. Dies aber können „Amateur- Journalisten“ mit Angeboten auf Plattformen wie z. B. YouTube in den seltensten Fällen leisten.

Aus diesem Grunde stehen die großen Medienunternehmen und Rundfunk-Anstalten in einer besonderen inhaltlichen Verantwortung, der sie nur dann gerecht werden können, wenn sie den professionellen Journalismus auf allen Ebenen unterstützen. 

20.03.2007 | Beitrag erstellt von Peter Kloeppel in specials,standpunkt
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Tags: presse, nachrichten, qualität, ausbildung Views: 1204

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