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Während die vollständige Digitalisierung für den Empfang von TV-Programmen per Antenne und Satellit inzwischen abgeschlossen ist, nutzen die meisten Kabelhaushalte noch immer analoge Programme. Soll ihr Marktanteil nicht weiter zurückgehen, müssen die TV-Kabelnetze attraktiver werden.

Im Frühjahr tauchten sie erstmals an Häuserfassaden auf: riesige Plakate mit der Aufschrift „Deutschlands neue Nummer 1 im TV-Empfang“. Bei dem Unternehmen, das da in Weiß auf Blau in großen Lettern den eigenen Erfolg verkündete, handelt es sich um SES Astra. „Kabel war gestern, die Zukunft bedeutet Satellitenempfang“, lautete der Subtext der Werbe-botschaft. Europas erfolgreichster Satellitenbetreiber präsentierte sich Anfang Februar bei einer Presseveranstaltung selbstbewusst als Marktführer: Insgesamt 17,5 Millionen TV-Haushalte empfingen inzwischen ihre Fernsehprogramme per Satellitenausstrahlung, auf den Verbreitungsweg TV-Kabel entfielen nur 17,3 Millionen. Das ist das Ergebnis der Marktstudie TV Monitor 2011, die SES Astra bei TNS Infratest in Auftrag gegeben hatte.

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11.05.2012 | Beitrag erstellt von redaktion in digital


Der Aufbau der LTE-Netze in Deutschland geht schneller voran als geplant. Deshalb dürfen die Netzbetreiber bereits in diesem Jahr auch LTE-Tarife für Smartphones anbieten. Milliardeninvestitionen sollen weiteres Wachstum ermöglichen. Zuletzt stieg zwar das Mobile-Media-Datenvolumen, aber die Gewinne nahmen ab.

Das in Mobilfunknetzen transportierte Datenvolumen wächst in einem Ausmaß und Tempo, das noch vor zwei Jahren niemand für möglich gehalten hätte. Nach Angaben des Branchenverbandes Bitkom stieg die Datenmenge allein im vergangenen Jahr um 65 Prozent auf 108 Millionen Gigabyte. Auslöser für diese Entwicklung sind vor allem Bewegtbilder und Applikationen (Apps) für Tablet-PCs und Smartphones. Die meisten Experten rechnen damit, dass sich das Mobilfunkdatenvolumen auch in den kommenden Jahren jeweils nahezu verdoppeln wird. Nach Schätzungen des Netzwerkausrüsters Cisco soll der globale mobile Datenverkehr 2016 um das Achtzehnfache über dem Wert des Jahres 2011 liegen.

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Mit der Sammlung von Nutzerdaten und der Erstellung persönlicher (Bewegungs-)profile im (mobilen) Internet bedrohen große Online-Konzerne zunehmend die Privatsphäre und informationelle Selbstbestimmung der Bürger. Datenschützer warnen und fordern strengere internationale Spielregeln.

Als am 1. März die neue Datenschutzerklärung des Suchmaschinen-Marktführers Google in Kraft trat, wimmelte es nur so von Konjunktiven. Das Unternehmen erfasse „möglicherweise gerätespezifische Informationen und Standortdaten“ war in den Ausführungen zu lesen oder, dass „unter Umständen … die personenbezogenen Daten aus den verschiedenen Google-Diensten miteinander verknüpft“ würden. Solche Formulierungen sind unverständlich, vage, haben kaum Aussagewert und machen deutlich, wie ernst es die großen Online-Konzerne mit dem Datenschutz nehmen. Und auch folgende Verheißung klingt weniger nach Datenschutz als nach kommerzieller Datensammlung: „Wir erfassen möglicherweise gerätespezifische Informationen (beispielsweise das von Ihnen verwendete Hardware-Modell, die Version des Betriebssystems, eindeutige Gerätekennungen und Informationen über mobile Netzwerke, einschließlich Ihrer Telefonnummer). Google verknüpft Ihre Gerätekennungen oder Telefonnummer gegebenenfalls mit Ihrem Google-Konto.“

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In deutschen Haushalten liegen Millionen von Handys ungenutzt herum. Gleichzeitig werden die zur Herstellung von Mobilfunkgeräten benötigten Metalle immer teurer. Den meisten Nutzern aber fehlt noch das Bewusstsein für den nachhaltigen Umgang mit ihren Handys. So bleiben wertvolle Recyclingpotenziale ungenutzt.

In kongolesischen Minen schürfen Arbeiter täglich mit bloßen Händen nach Coltan. Das Erz ist für die Herstellung von Handys unverzichtbar. Bis zu 80 Prozent des Coltans, das weltweit für Mobiltelefone benötigt wird, stammte bis vor Kurzem aus dem Kongo, weil das Land während des Bürgerkrieges dringend Geld brauchte und mit billigen Lieferungen den Markt überschwemmte. In der Demokratischen Republik Kongo (früher: Zaire) arbeiten Bergleute noch immer mit einfachsten Mitteln – ohne Arbeitsschutz, ohne modernes Werkzeug, ohne geregelte Arbeitszeiten, ohne Versicherungen oder festen Lohn. Die meisten Minen sind schlecht gesichert, das Klima ist schwül. Zwangs- oder Kinderarbeit ist keine Seltenheit. Die Arbeiter werden ausgebeutet und von Zwischenhändlern schlecht bezahlt.

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Nach dem Scheitern der Novelle des Jugendmedienschutz-Staatsvertrages herrscht bei Eltern und Pädagogen, Aufsichtsinstanzen und Politikern ziemliche Ratlosigkeit. Wie lassen sich Heranwachsende vor Medieninhalten schützen, die ihre Entwicklung negativ beeinflussen können?

Seit der 14. Rundfunkänderungsstaatsvertrag im Dezember 2010 scheiterte, sucht die Politik nach einer neuen Lösung, um doch noch eine Novelle des aus dem Jahr 2003 stammenden Jugendmedienschutz-Staatsvertrages (JMStV) durchzusetzen. Nachdem die CDU vor mehr als einem Jahr unmittelbar vor der entscheidenden Landtagssitzung in Düsseldorf die Ablehnung des Gesetzgebungsentwurfes ankündigte, den sie selbst mit vorbereitet hatte, herrschte lange Ratlosigkeit. Der nordrhein-westfälische Landtag war der vorletzte, der dem neuen Jugendschutzrahmen hätte zustimmen müssen. Da ein Staatsvertrag die Paraphierung aller Bundesländer erfordert, wurde das Zustimmungsverfahren in Schleswig-Holstein anschließend kurzerhand abgebrochen. Nie zuvor war in Deutschland ein Staatsvertrag so spektakulär und überraschend gescheiert.

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