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Zur Zeit wird gefiltert nach: urheberrecht
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Digitalisierung und weltweite Vernetzung bedrohen die Urheberrechte. Original und (illegale) Kopie sind nicht mehr voneinander zu unterscheiden. Immer mehr Texte, Töne und Bilder werden als Dateien rund um den Erdball getauscht, ohne dass die Produzenten oder Verlage davon wirtschaftlich partizipieren. Urheberrecht, Leistungsschutzrecht, Eigentumsrecht, geistiges Eigentum, geistiger Diebstahl?

Das alles sind Schlagwörter einer heftig geführten Debatte, von der viele sagen, ihr Ausgang werde über Wohl und Wehe der gesamten Medienbranche entscheiden. „Im Internet darf es keine rechtsfreien Zonen geben“, velangten führende deutsche Verlage Anfang Juni in ihrer sogenannten Hamburger Erklärung zum Schutz des geistigen Eigentums. Die Allianz Deutscher Produzenten in Film und Fernsehen und die Musikindustrie schlossen sich den Forderungen an. 

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Standpunkt zum Artikel: Urheberrecht // Über Freibeuter und digitale Daten-Piraten
Von Christian Nienhaus, Geschäftsführer der WAZ Mediengruppe


Anders als die Urheber von Werken verfügen Verleger bislang noch nicht über einen ausreichenden Schutz ihrer – auch digitalen – Presseerzeugnisse, der es ihnen ermöglicht, eine nicht genehmigte Nutzung durch Dritte zu verhindern. Dies ist so, obwohl die Verleger durch ihre organisatorische und wirtschaftliche Leistung den Zugang zu diesen Werken überhaupt erst ermöglichen.

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INTERNETSPERREN // STOPPSCHILD GESTOPPT

Die neue Bundesregierung will das sogenannte Zugangserschwerungsgesetz für Internetsperren gegen Kinderpornografie zunächst ein Jahr lang nicht anwenden. Darauf haben sich CDU / CSU und FDP bei ihren Koalitionsverhandlungen geeinigt. Im Kampf gegen Kinderpornografie lautet die Devise nun: „Löschen statt Sperren.“Der Versuch, Kinderpornografie dadurch zu bekämpfen, dass potenziellen Nutzern der Zugang zu einzelnen Internetseiten verwehrt wird, stammt aus Skandinavien. Anders als in Schweden oder Norwegen aber wurde die Mission „Kinderporno-Sperre“ in Deutschland erst einmal verschoben. Mithilfe des am 18. Juni vom Bundestag beschlossenen Zugangserschwerungsgesetzes wollte die Bundesregierung ursprünglich allen, die eine WWW-Seite mit kinderpornografischen Inhalten ansteuern, ein virtuelles Stoppschild entgegenhalten.

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GOOGLE // DER STREIT UM DIE DIGITALE BIBLIOTHEK

Verlage und Autoren wehren sich gegen das Vorhaben des Suchmaschinen-Primus Google, im Internet eine virtuelle Bibliothek aufzubauen. Während Gegner dieses Plans das Urheberrecht in Gefahr sehen, schwärmen Befürworter von der Idee, gedrucktes Weltwissen einzuscannen und online verfügbar zu machen. Das Unternehmen Google hat seit Ende 2004 etwa zehn Millionen Bücher – darunter ungefähr 100.000 deutschsprachige Werke – digitalisiert und will sie über die Plattform Google Books online nutzbar machen. Der Suchmaschinenbetreiber arbeitet weltweit mit etwa vierzig großen Bibliotheken zusammen, darunter mit 32 amerikanischen und sieben europäischen. In Deutschland kooperiert Google mit der Bayerischen Staatsbibliothek.

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Cloud Computing: Office im Netz: Digitale Daten – Wolken

Die Zukunft der Computer- und Online-Technologie schwebt in den Wolken: Daten und Software sollen künftig eine neue Heimat in riesigen Serverparks finden. Von dort aus können beim sogenannten Cloud Computing digitale Daten-Wolken via Internet von unterschiedlichen Endgeräten aus angezapft werden. Alles, immer, überall: Die Vision digitaler Nomaden ist kein Wolkenkuckucksheim mehr. Künftig sollen Software und Daten statt auf dem stationären Computer ganz einfach im Internet zur Verfügung stehen. Dieser Online-Service für Software und Hardware wird als Cloud Computing bezeichnet. Dabei können Speicherplatz, Rechenzeit und -leistung oder komplexere Dienste über festgelegte Schnittstellen von unterschiedlichen Endgeräten aus abgerufen werden. Daten und Dienste befinden sich auf sogenannten Wolken im Internet. Der Begriff der Wolke („Cloud“) soll verdeutlichen, dass Dateien und Programme nicht mehr an einen festen Ort auf bestimmten Festplatten gebunden sind, sondern außerhalb davon im virtuellen Raum schweben.

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