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Zur Zeit wird gefiltert nach: regulierung
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Wie viel darf der öffentlich-rechtliche Rundfunk künftig für wen kosten? Hat die Rundfunkgebühr ausgedient, oder muss sie nur modifiziert werden? Mit diesen Fragen beschäftigen sich zurzeit die Ministerpräsidenten der Länder. Noch in diesem Jahr wollen sie ein neues Finanzierungssystem beschließen.

Eines vorweg: Die Rundfunkgebühr ist eigentlich gar keine Gebühr. Warum nicht? Als Gebühr, so lehren es die Wirtschaftswissenschaften, gilt ein Entgelt für ein öffentliches Angebot, wenn damit eine persönlich zurechenbare Leistung („persönliche Äquivalenz“) abgegolten wird. Je mehr eine solche öffentliche Leistung also vom Einzelnen genutzt wird, desto mehr muss er dafür bezahlen.

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REGULIERUNG // NEUE REGELN FÜR DAS PRODUCT PLACEMENT

Traumschiff

Mit dem 13. Rundfunkänderungsstaatsvertrag soll voraussichtlich ab April 2010 auch in deutschen TV-Programmen Product Placement erlaubt werden. Noch aber sind nicht alle Fragen geklärt: Die Landesmedienanstalten brauchen neue Werberichtlinien, und die Programmanbieter kritisieren eine Überregulierung. In den USA ist das bezahlte Platzieren von Produkten, also das sogenannte Product Placement, in Filmen oder TV-Programmen normal. Das Publikum hat sich daran gewöhnt, dass in der TV-Unterhaltung immer wieder Marken gegen Bezahlung auftauchen. Nur kritische Verbraucherschützer üben von Fall zu Fall Kritik und sprechen von Schleichwerbung. So werden in den US-Fernsehprogrammen pro Jahr bis zu 200.000 Produktplatzierungen erfolgreich realisiert.

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Product Placement: Nur ein Pyrrhussieg?

Prof. Dr. Norbert Schneider, Direktor der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM)

Standpunkt zum Artikel: Regulierung // Neue Regeln für das Product Placement
Von Prof. Dr. Norbert Schneider, Direktor der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM)

Die Erlaubnis zum Product Placement, wie sie für ausgewählte Sendungen in der neuen EU-Richtlinie enthalten ist, könnte sich, als eine Einzelaktion gesehen, je nach Perspektive der Akteure als ein Danaergeschenk oder Pyrrhussieg herausstellen. Also als etwas, was nur sehr wertvoll aussieht, es aber in Wirklichkeit gar nicht ist. Für mich stehen kleineren, eher vordergründigen Vorteilen gravierende Nachteile gegenüber.

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TV-MARKT // KAMPF UM DIE WERBUNG

TV-Werbung wird in Zeiten der Finanz- und Wirtschaftskrise für Programmanbieter zu einem knappen Gut. Die Einnahmen sinken und neues Wachstum ist nicht in Sicht. Deshalb fordern privatwirtschaftliche Anbieter die Werbespots ausschließlich für sich ein. Beginnt für ARD und ZDF bald der Ausstieg aus dem Geschäft mit Werbung und Sponsoring?

Der deutsche Fernsehmarkt leidet unter sinkenden Erlösen. Die Nettowerbeeinnahmen lagen im vergangenen Jahr mit etwa vier Milliarden Euro – wenn auch nur knapp – noch unter dem Niveau von vor zehn Jahren und 14 Prozent niedriger als im Spitzenjahr 2000. Bei den öffentlich-rechtlichen Programmanbietern gehen zusätzlich die Gebühreneinnahmen zurück: Nach Angaben der Gebühreneinzugszentrale (GEZ) sank das Aufkommen 2008 erstmals unter den Wert des Vorjahres. Vor allem Gebührenbefreiungen von Zuschauern ohne Arbeitsplatz und der demografische Wandel führten zu einem Rückgang der Erlöse um 38 Millionen Euro.


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Standpunkt // Warum Frankreich kein Vorbild ist...

Standpunkt zum Artikel: TV-Markt // Kampf um die Werbung
Von Isabelle Bourgeois, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Centre d’information et de recherche sur l’Allemagne contemporaine (CIRAC)

Seit dem 5. Januar 2009 senden in Frankreich die sieben Programme des staatlichen TV-Konzerns France Télévisions nach 20 Uhr keine Werbung mehr. Ab dem nächsten Jahr gilt ein generelles Werbeverbot. Dadurch sollen die Programmqualität angehoben und eine klarere Profilbildung des Public Service gegenüber der übermächtigen privaten Konkurrenz (allen voran TF1) erwirkt werden. Der Ausfall der Werbeeinnahmen soll aus Steuermitteln finanziert werden sowie durch eine Abgabe auf die Umsatzsteuer der Werbetreibenden und der Telekommunikationsanbieter.

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