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Island will zu einem Musterland der Presse- und Meinungsfreiheit werden. Dort sollen bald auch Informanten und Whistleblower besser geschützt werden als überall sonst auf der Welt. Eine Initiative dafür wurde vor etwa einem Jahr gestartet. Im vergangenen Juni erfolgte ein entsprechender Parlamentsbeschluss. Konkrete Gesetze aber fehlen bislang.

Noch scheint Island vom oft beschworenen Freihafen für investigativen Journalismus und Medienfreiheit weit entfernt. Die beiden größten Tageszeitungen, Frettabladid und Morgunbladid, werden von Redakteuren geleitet, die der Unabhängigkeitspartei angehören. Die größte Partei des isländischen Parlaments gilt als liberal-konservativ und als Zentrum eines oligarchisch anmutenden Komplexes aus Politik und Wirtschaft, der unter anderem den Konkurs der drei größten isländischen Banken begünstigte.

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