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Zur Zeit wird gefiltert nach: hybrid
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Deutschlands TV-Kabelnetzbetreiber wollen mit Bandbreiten von mehr als 100 MB it/s zu unverzichtbaren Online-Providern aufsteigen. Im Triple-Play-Poker gewinnen sie allmählich an Beliebtheit. Allerdings zögern viele Kunden noch immer, wenn es um die Umwandlung ihrer analogen in digitale Kabelanschlüsse geht.

Das Kürzel, das für viele in der Kabelbranche zurzeit wie ein Heilsversprechen klingt, heißt DO CSIS 3.0. Die Buchstaben stehen für den Begriff Data Over Cable Service Interface Specification. Dabei handelt es sich um den 1997 geschaffenen Standard für die Datenübertragung in Kabelnetzen, die über einen Rückkanal verfügen. Die 2006 eingeführte Modifikation DO CSIS 3.0 erlaubt auch die Bündelung einzelner Kanäle und ermöglicht dadurch Datenübertragungen von maximal 400 MB it /s. Die drei großen Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland GmbH (KDG), Unitymedia und Kabel BW können einem Teil ihrer Kunden inzwischen bereits Internetzugänge mit bis zu 120 MB it /s anbieten. Bis 2012 sollen etwa zwei Drittel aller Haushalte entsprechende Anschlüsse mieten können. Im Konkurrenzkampf mit den DSL-Angeboten von Telekommunikationsunternehmen haben die TV-Kabelnetze dadurch einen entscheidenden technischen Vorsprung. Schließlich ermöglicht die modernste DSL-Generation Very High Speed Digital Subscriber Line (VDSL) der Telekom AG , die nur in einigen Großstädten verfügbar ist, gerade einmal Bandbreiten von höchstens 50 Mbit /s.

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Standpunkt zum Artikel Kabelnetze // Tempoverschärfung beim digitalen Dreikampf
Von Dr. Herbert Leifker, Geschäftsführer und Chief Commercial Officer von Unitymedia

Fast alle erreichbaren Haushalte von Unitymedia können heute schon ihren Kabelanschluss für Internet mit bis zu 32 Mbit /s im Download und Telefonie nutzen. Während unsere Einstiegsprodukte bei 16 Mbit /s dort beginnen, wo DSL-Angeboten in der Regel die Puste ausgeht, baut Unitymedia seinen Vorsprung durch die zügige Einführung von DOCSIS 3.0 weiter aus. Schon Ende 2010 werden damit rund achtzig Prozent der Kabelhaushalte Zugang zu 128 Mbit /s haben. Darüber hinaus webt Unitymedia Schritt für Schritt weitere Glasfaserstrecken ins Netz und nimmt rechtzeitig „Zellteilungen“ in seinen Netzclustern vor, um die gleichbleibende Qualität der Dienste zu sichern. Damit entwickelt sich das HFC-Netz (Hybrid Fibre Coax) „organisch“ zu einem immer höher integrierten Glasfasernetz (Deep Fibre).

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Videoplattformen im Internet zwingen die TV-Branche, ihre Bewegtbilder auch für die Online-Welt anzubieten. Andernfalls drohen Rückgänge bei Reichweiten und Werbeeinnahmen. Nun werden neue hybride Plattformen, Strategien und Standards gesucht, um das Überleben in der digitalen Welt zu sichern.

„Internet treibt Blockbuster in die Pleite“, titelte die Financial Times Deutschland im September. Gleich darunter war zu lesen, dass der Siegeszug der Online-Videos seinen Tribut zolle und die größte Videothekenkette der USA namens Blockbuster pleite sei. Wenige Monate zuvor bereits hatte auch der Konkurrent Movie Gallery Gläubigerschutz beantragen müssen und wurde schließlich im Mai abgewickelt. Wie zwei Dinosaurier strauchelten die Videothekenketten, als sich um sie herum die mediale Umwelt in rasantem Tempo veränderte. Videos oder DVDs werden nämlich kaum noch in Läden gekauft oder geliehen, sondern kurzerhand übers Internet bestellt oder sogar direkt auf den eigenen   PC heruntergeladen. Darunter leiden inzwischen auch die großen Hollywood- Studios, denen auf diese Weise eine komplette Filmverwertungsstufe auszufallen droht. MGM ging bereits das Geld aus.

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HYBRID-TV // DER SPÄTE SIEG DER KONVERGENZ

In immer mehr Fernsehgeräten steckt so viel Computertechnik, dass der TV-Bildschirm jederzeit zum Online-Monitor mutieren kann. Die lange beschworene Konvergenz zwischen TV und PC könnte endlich digitale Wirklichkeit werden. Voraussetzungen sind einfache Bedienbarkeit und einheitliche Standards. Das Fernsehgerät als „Eier legende Wollmilchsau“? Als digitales Multifunktionstool? Als Mischung aus Heimkino, Entertainment-Plattform und PC? Nach den Handys sollen jetzt auch TV-Monitore den späten Siegeszug der Konvergenz untermauern und zu digitalen Alleskönnern mutieren. Möglich wird das durch den Anschluss der neuen Bildschirmgeneration ans World Wide Web. Tatsächlich wachsen Fernsehen und Internet immer mehr zusammen. Längst lassen sich TV-Programme auch via Online-Verbindung sehen. Immer häufiger werden außerdem Inhalte aus der Fernsehwelt mit WWW-Angeboten verknüpft – und umgekehrt. All dies soll künftig unter dem Schlagwort Hybrid-TV vermarktet werden.

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Standpunkt zum Artikel: Hybrid TV // Der späte Sieg der Konvergenz
Von Jürgen Sewczyk, Medienberater

2010 wird das Jahr der hybriden Endgeräte werden – also der Kombination von DVB- und IP-Welt. Die Zeit ist nach dreißig Jahren Teletext mehr als reif dafür. Das Besondere bei der jetzigen Entwicklung ist, dass es nicht mehr um PC kontra TV-Gerät und umgekehrt geht, sondern dass die Web- und die Fernsehwelt auf einem Bildschirm stattfinden. Die Technologie zur Darstellung von Internetinhalten über den Fernsehbildschirm ist in vielen modernen TVGeräten mit eingebaut und somit auch ein Rückkanal: Die seit zwanzig Jahren erträumte Interaktivität wird nun endlich wahr.

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