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11.05.2012 | Beitrag erstellt von in digital

Mit der Sammlung von Nutzerdaten und der Erstellung persönlicher (Bewegungs-)profile im (mobilen) Internet bedrohen große Online-Konzerne zunehmend die Privatsphäre und informationelle Selbstbestimmung der Bürger. Datenschützer warnen und fordern strengere internationale Spielregeln.
Als am 1. März die neue Datenschutzerklärung des Suchmaschinen-Marktführers Google in Kraft trat, wimmelte es nur so von Konjunktiven. Das Unternehmen erfasse „möglicherweise gerätespezifische Informationen und Standortdaten“ war in den Ausführungen zu lesen oder, dass „unter Umständen … die personenbezogenen Daten aus den verschiedenen Google-Diensten miteinander verknüpft“ würden. Solche Formulierungen sind unverständlich, vage, haben kaum Aussagewert und machen deutlich, wie ernst es die großen Online-Konzerne mit dem Datenschutz nehmen. Und auch folgende Verheißung klingt weniger nach Datenschutz als nach kommerzieller Datensammlung: „Wir erfassen möglicherweise gerätespezifische Informationen (beispielsweise das von Ihnen verwendete Hardware-Modell, die Version des Betriebssystems, eindeutige Gerätekennungen und Informationen über mobile Netzwerke, einschließlich Ihrer Telefonnummer). Google verknüpft Ihre Gerätekennungen oder Telefonnummer gegebenenfalls mit Ihrem Google-Konto.“
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08.05.2012 | Beitrag erstellt von in digital

Nach dem Scheitern der Novelle des Jugendmedienschutz-Staatsvertrages herrscht bei Eltern und Pädagogen, Aufsichtsinstanzen und Politikern ziemliche Ratlosigkeit. Wie lassen sich Heranwachsende vor Medieninhalten schützen, die ihre Entwicklung negativ beeinflussen können?
Seit der 14. Rundfunkänderungsstaatsvertrag im Dezember 2010 scheiterte, sucht die Politik nach einer neuen Lösung, um doch noch eine Novelle des aus dem Jahr 2003 stammenden Jugendmedienschutz-Staatsvertrages (JMStV) durchzusetzen. Nachdem die CDU vor mehr als einem Jahr unmittelbar vor der entscheidenden Landtagssitzung in Düsseldorf die Ablehnung des Gesetzgebungsentwurfes ankündigte, den sie selbst mit vorbereitet hatte, herrschte lange Ratlosigkeit. Der nordrhein-westfälische Landtag war der vorletzte, der dem neuen Jugendschutzrahmen hätte zustimmen müssen. Da ein Staatsvertrag die Paraphierung aller Bundesländer erfordert, wurde das Zustimmungsverfahren in Schleswig-Holstein anschließend kurzerhand abgebrochen. Nie zuvor war in Deutschland ein Staatsvertrag so spektakulär und überraschend gescheiert.
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01.05.2010 | Beitrag erstellt von in digital
Soziale Online-Netzwerke sind zugleich Kontaktbörsen, Kommunikationsplattformen und riesige Datenspeicher. Facebook und Google kämpfen um die Vorherrschaft im Communitygeschäft. Dabei wird vieles, was ursprünglich privat war, plötzlich öffentlich und zur wertvollen Ware.
Vierzig Prozent der Deutschen gruscheln (eine Mischung aus „grüßen“ und „kuscheln“) bereits auf Portalen wie StudiVZ oder SchülerVZ, sie legen Profile bei Facebook an oder suchen Freunde bei Wer-kennt-wen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Forsa-Umfrage unter tausend Online- Nutzern (ab 14 Jahren) im Auftrag des Branchenverbandes Bitkom. Demnach sind etwa dreißig Millionen Deutsche Mitglied in einer Internetcommunity. Sie kommunizieren per Twitter, tauschen Kontaktdaten aus oder weisen andere auf interessante Videos oder Blogs im World Wide Web hin. An erster Stelle stehe für die meisten der Wunsch, bestehende Kontakte zu Freunden und Bekannten zu pflegen, fanden die Forsa-Sozialforscher heraus.
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01.05.2010 | Beitrag erstellt von in digital,standpunkt
Standpunkt zum Artikel: Social Media // Netzwerke mit Knoten und Löchern
Von Axel Schmiegelow, Geschäftsführer der sevenload GmbH
Auch im Social-Media-Bereich unterliegen alle Angebote den bereits bekannten Geschäftsmodellen: Werbefinanzierte Inhalte, Freemium-Modelle und trotz noch geringer Volumina zunehmend das Paid-Content-Modell als Einzelabruf oder Abonnement reihen sich je nach Art der Dienstleistung und des Service aneinander.
Social Video wirkt im Interesse aller Beteiligten: Nutzer, Werbekunden, Content-Produzenten, Rechteinhaber und Plattformbetreiber. Im Vergleich zu TV-Werbespots reduzieren die Targeting- Möglichkeiten bei Video-Ads die Streuverluste auf ein Minimum.
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01.05.2010 | Beitrag erstellt von in digital
Egal ob beim Fernsehen, Online-Surfen oder beim Umgang mit Video- und Computerspielen: Kinder und Jugendliche sind immer häufiger schädlichen Medieneinflüssen ausgeliefert. Der neue Jugendmedienschutz-Staatsvertrag soll mit einheitlichen Regeln vor entwicklungsbeeinträchtigenden Inhalten schützen. Wenn Dieter Bohlen als Juror der Casting-Show „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS) auftritt, schauen Deutschlands Jugendschützer immer ganz genau hin. So hatte Bohlen zu Jahresbeginn einen Kandidaten bloßgestellt, auf dessen Hose im Schritt ein unübersehbarer Urinfleck von der Angst des jungen Bewerbers zeugte. Die Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen (FSF) ermahnte RTL daraufhin, auf einen Kamerazoom in Richtung Hosenlatz zu verzichten, was die zuständige Redaktion in der Folge auch beherzigte.
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