14.04.2011 | Beitrag erstellt von team in mefo inside


Seit gestern trifft sich in Berlin die deutsche Blogger und Digitalszene. Im deutschen Twitter bereits seit 2 Wochen unter den Trending Topics mit #rp11, dreht sich die diesjährige Re:publica (recht breit gefasst) um Blogs, soziale Medien und die digitale Gesellschaft.
Nach einer Begrüßung durch die Veranstalter und der kurzen Vorstellung der neuen Initiative der „Digitalen Gesellschaft“ als Interessensverband der Webnutzer und der digitalen Welt, begann die (konkurrenzlose) Keynote zu dem Thema Design – in diesem Jahr eines der speziellen Fokus- Themen der Republica.

Worin liegen die Stärken der Gemeinschaft?

Philipp Schäfer von IDEO legte seine Vorstellung von zeitgemäßem Design dar. Seine These: „Design ist zu wichtig, als es nur den Designer zu überlassen“. Vielmehr müsse ein interdisziplinärer Ansatz her. Vor allem sei es wichtig (nicht unbedingt taufrisch, aber richtig), den Leuten zuzuhören, für die etwas gestalten wird. Das beste neueste Design hilft dem eigentlichen Nutzer nicht immer weiter.
Dazu stellte Schäfer einen spannenden Arbeitsansatz vor: Zu gesellschaftlichen Fragen, wie zum Beispiel durch Croudsourcing Antworten und Lösungen entwickeln – auf der Plattform OpenIDEO. Dadurch können viele Leute an Gestaltungsprozessen beteiligt werde. Gleichzeitig stellte Schäfer auch das Problem dar, an denen solche Prozesse scheitern können: in vielen Stadien müsse eine „Redaktion“ Ergebnisse zusammenfassen und dann wieder an die Gemeinschaft zurückspielen. „Die Masse ist nicht gut im Zusammenfassen.“

Eine spannende Diskussion, leider aufgrund der Themenfülle häufig ein bisschen zu nah an der Oberfläche gab es zum Thema "Modern Revolutions are Digital Revolutions“. Vertreter aus der arabischen und afrikanischen Welt verglichen die Situation der verschiedenen aktuellen Revolutionen und diskutierten, wie die durch die digitale Welt und soziale Medien die Revolutionen begleitet, anstoßen oder begründet werden. Welche Faktoren mit einspielen und warum All Jazeera eine Vorreiterrolle gebührt.

Neben den großen Veranstaltungen im Friedrichstadtpalast machen die Re:publica auch besonders die etwas kleineren Veranstaltungen in den Räumen der Kalkscheune aus, die viele interessante Einblicke liefern können – wenn man sich denn dann in die Eingangsschlange einschlängeln konnte.

Den besonderen Charme der Re:publica machen vorallem auch die Leute aus – und die Tatsache, dass man hier alle Online-Kontakte auch auf jeden Fall Offline treffen kann. Verrückt auch ein bisschen, dass es auf der Online-Konferenz kaum Internet gibt. Das WLAN ist leider ziemlich nutzlos und mit Handy kommt man leider nur alle Jubeljahre mal ins Netz.

Alles in allem gab es am ersten Tag wenig wirklich Erleuchtendes, dafür aber einige spannende Ansätze und es gibt ja auch noch zwei weitere Tage.
Für alle, die es nicht zur Re:publica geschafft haben: Viele Vorträge werden auf der Website der re:publica live gestreamt. Und da bei manchen Teilnehmern das Internet tatsächlich funktioniert, gibt es unter dem Hashtag #rp11 immer aktuelle Infos und Einblickke

Ein unterhaltsamer Abschluss  waren die jüngsten Erkenntnisse der Trollforschung von Sascha Lobo, der erfrischend rumpöbelte. Den Vortrag gibt es im Blog von Daniel Fiene zum Nachhören.

Ein paar weiter Impressionen gibt es zum Beispiel bei Grey, Daniel Fiene, KKundK oder den Digital Media Women HH.

Eva Abraham @evabraham

14.04.2011 | Beitrag erstellt von team in mefo inside
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Tags: #rp11, digital Views: 1019

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