Standpunkt zum Artikel Kabelnetze // Tempoverschärfung beim digitalen Dreikampf
Von Dr. Herbert Leifker, Geschäftsführer und Chief Commercial Officer von Unitymedia

Fast alle erreichbaren Haushalte von Unitymedia können heute schon ihren Kabelanschluss für Internet mit bis zu 32 Mbit /s im Download und Telefonie nutzen. Während unsere Einstiegsprodukte bei 16 Mbit /s dort beginnen, wo DSL-Angeboten in der Regel die Puste ausgeht, baut Unitymedia seinen Vorsprung durch die zügige Einführung von DOCSIS 3.0 weiter aus. Schon Ende 2010 werden damit rund achtzig Prozent der Kabelhaushalte Zugang zu 128 Mbit /s haben. Darüber hinaus webt Unitymedia Schritt für Schritt weitere Glasfaserstrecken ins Netz und nimmt rechtzeitig „Zellteilungen“ in seinen Netzclustern vor, um die gleichbleibende Qualität der Dienste zu sichern. Damit entwickelt sich das HFC-Netz (Hybrid Fibre Coax) „organisch“ zu einem immer höher integrierten Glasfasernetz (Deep Fibre).

Im Gegensatz dazu erfordern VDSL2-Netze enorme Investitionen, bevor erste Dienste vermarktet werden können; jenseits der Innenstädte steigen Aufwand und Kosten sogar ins Astronomische. Daher gelten 6 Mbit /s bei VDSL im ländlichen Raum unter realistischen Bedingungen regelmäßig als das Ende der Fahnenstange. Zukünftige Multimedia-, Fernseh und Kommunikationsdienste lassen sich damit nur eingeschränkt darstellen. Das VDSL-2-Frequenzspektrum reicht für maximal 0,1 Gigabit/s. Damit können neben der Telefonie parallel Internet- Bandbreiten von bis zu 50 Mbit /s sowie lediglich vier Fernsehkanäle in High Definition (HD) übertragen werden.

Auch LTE kann mit der Leistungsfähigkeit des Kabels nicht mithalten. Der Mobilfunkstandard der vierten Generation verspricht zwar hohe Bandbreiten. Bis zu einer flächendeckenden Einführung werden aber noch Jahre vergehen, und welche Downloadgeschwindigkeiten am Ende tatsächlich beim Kunden ankommen, bleibt abzuwarten.

Das HFC-Kabel von Unitymedia mit 862 Megaherz hingegen bietet beim Einsatz aktueller Technik bereits heute eine Kapazität von mehr als 5 Gigabit /s, in Zukunft werden durch neue Modulationsverfahren Bandbreiten bis ca. 8 Gigabit /s möglich. Damit transportiert Unitymedia derzeit ein umfassendes Produktspektrum – mit viel „Luft nach oben“: 33 analoge TV-Programme, rund 350 digitale TV- und Radio-Programme, HDTV, Breitband-Internet mit aktuell bis zu 128 Mbit /s, Telefonie mit umfangreichen Komfortdiensten; zusätzlich werden Kapazitäten für Video on Demand und interaktive Dienste vorgehalten.

So ist Unitymedia bereits heute für die Zukunft bestens gerüstet und gestaltet diese aktiv mit: Denn dem Kabelanschluss soll schon bald die Funktion eines „Homeservers“ zuwachsen, der neben Internet, Telefon und TV auch personalisierte Musik, Bilder und On-Demand-Angebote für Endgeräte aller Art zur Verfügung stellt. Intelligente Bildschirmmenüs verschaffen dem Nutzer nicht nur die Übersicht über die Medienangebote, sondern machen auch selbsttätig persönlich maßgeschneiderte Vorschläge. Mit DOCSIS 3.0 ist dieses Zukunftsszenario nicht nur in greifbarer Nähe, sondern auch kosteneffizient erreichbar.

21.12.2010 | Beitrag erstellt von Dr. Herbert Leifker in standpunkt,television
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Tags: hybrid-tv, television, hdtv Views: 1584

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