28.10.2010 | Beitrag erstellt von team in digital,mefo inside


medienforum.nrw wordle

 

Nette Infografik, oder? Erstellt mit www.wordle.net aus dem RSS-Feed der medienforum.nrw Website. Und gesehen auf der Veranstaltung „Multimedial denken – Aus der Praxis des Online Journalismus“ auf den Münchner Medientagen. Genauer gesagt im Vortrag der Medienjournalistin Ulrike Langer, die einige Trends und Perlen aus dem Netz vorstellte. Die Infografik diente als Beispiel für den Trend der Datenvisualisierungen, die einen Wust an Daten schön und anschaulich werden lassen können, hier eher auf spielerische Weise. Richtig informativ ist zum Beispiel diese Visualisierung des Deutschen Bundeshaushalts.

Ein weiterer Trend: Audio Slideshows. Als besonders beeindruckendes Best-Practice Beispiel habe ich  die Slideshows „One in 8 Million“ der New York Times mitgenommen, die auf sehr persönliche Art und mit wunderschönen Fotos die Geschichten von 54 ganz verschiedenen New Yorker Bürgern erzählen.

Ein spannendes Projekt zum Trend Crowdsourcing war eine Aktion zu den französischen Regionalwahlen im Frühjahr 2010. Um möglichst viele Menschen zur Wahl bewegen, stellte OWNI eine Facebook App bereit, in der die Nutzer nachschauen konnten, welches Wahllokal in ihrer Nähe ist. Die App war zuvor nur mit Daten von Nutzern gefüttert worden. Vor kurzem hat OWNI eine crowdsourced map zu den Generalstreiks in Frankreich erstellt.

Als weiteren Trend thematisierte Ulrike Langer den Mobilen Journalismus – ein Journalist, der sein komplettes technischen Equipment immer dabei hat und so gut wie nie in die Redaktion kommt, sondern immer von den Orten des Geschehens berichten kann – Ohne Ü- Wagen oder Kamerateam, sondern mit Laptop, Flipcam und Audiorecorder.

Neben den vorgestellten Netzperlen sprach Ulrike Langer vor allem über die Entwicklung, dass Journalisten heutzutage nicht mehr auf ein Medium festgelegt sein dürfen und viel stärker crossmedial arbeiten und denken müssen - der Journalist als crossmediale (Eigen)-Marke. Man müsse zwar nicht alles können, aber alles einmal ausprobieren und sich vor allem dafür interessieren. Und am wichtigsten für freie Journalisten sei die Vermarktung der eigenen multimedialen Fähigkeiten im Netz.

Die komplette Präsentation von Ulrike Langer gibt es bei Slideshare oder auf ihrem Blog.

Die Audioaufzeichnung der kompletten (sehr spannenden und praxisorientierten) Diskussion mit Ulrike Langer (medialdigital.de), Richard Gutjahr (gutjahr.biz), Christoph Dowe (zeit.de) und Angelika Knop es auf der Website der Münchner Medientage  oder beim Medienmagazin Was mit Medien.

Eva Abraham

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