Standpunkt // Making of "Lebanon" - Sonja Ewers erinnert sich...

Standpunkt zum Artikel: Internationales Kino // Grenzenloses Koproduzieren
Von Sonja Ewers, Produzentin/ Mitbegründerin der Ariel Films GmbH


Im Sommer 2006 haben meine Geschäftspartnerin Benjamina Mirnik und ich das Drehbuch gelesen und waren begeistert: ein hervorragendes Buch, hart und klar, ohne Subplots und doch in seiner Konsequenz so fantastisch. Uns war klar, das wollten wir machen.

Samuel Maoz kam dann im Herbst 2008 mit dem geschnittenen Film nach Köln, wo die sehr aufwendige Ton- und Bildnachbearbeitung stattfand. Wir wussten, dass der Sound und die Computer Generated Imagery, also die Computeranimation, bei „Lebanon“ eine ganz entscheidende Rolle spielen würden. Ziel war es, den Zuschauer völlig ins Innere des Panzers hereinzuholen. Man soll am Ende des Films mit dem Gefühl rausgehen, gerade neunzig Minuten in einem Panzer – und zwar im Krieg – verbracht zu haben. Auf der Soundebene bedeutete das, ein völlig neues Klangerlebnis zu erzeugen.

Durch die Computeranimation wurde bei allen Außenszenen der Eindruck erzeugt, man schaue durch das Zielfernrohr des Panzers. Da der Panzer in Kampfhandlungen verwickelt wird, wird auch diese Sicht zunehmend brüchig und trübe. Eine sehr subtile, aber daher umso schwierigere Nachbearbeitung.

Zu Samuels und unserer großen Zufriedenheit wurde der Film im März 2009 in Köln mit beeindruckenden Ergebnissen fertiggestellt.

07.11.2009 | Beitrag erstellt von Sonja Ewers in film,standpunkt
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Tags: film Views: 2108

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