Standpunkt // Deutschland ist "HD Ready"

Wolfgang Elsäßer, Geschäftsführer der Astra Deutschland GmbH

Standpunkt zum Artikel: High Deficit statt High Definition?
Von Wolfgang Elsäßer, Geschäftsführer der Astra Deutschland GmbH

Die deutsche Medienlandschaft ist so bunt wie kaum eine andere in Europa. Deutschland hat nicht nur ein duales Rundfunksystem, Deutschland verfügt außerdem über eine unglaubliche digitale Programmvielfalt und großes Entwicklungspotenzial für neue Geschäftsmodelle, die direkt mit der Digitalisierung verbunden sind.

Digitales Fernsehen steht aber nicht nur für Vielfalt, es steht auch für eine hervorragende Bildqualität, vor allem wenn es digital über Satellit ausgestrahlt wird. Die Bildqualität in deutschen Wohnzimmern gewinnt immer mehr an Bedeutung − weil es schick ist, einen großformatigen Screen zu haben, und weil eben diese großen Flachbildschirme eine bessere Bildqualität erfordern. Vierzig Prozent der deutschen TV-Haushalte waren Ende 2008 mit einem HD-ready-Bildschirm ausgestattet, und dieser Trend hält an − von Wachstumsraten von bis zu fünf Millionen zusätzlichen Geräten jährlich gehen die Marktforscher aus.

Plötzlich sind Urlaub zu Hause und Cocooning wieder in. Als Gewinner könnten aus dieser Entwicklung die Medienindustrie und die Unterhaltungselektronik hervorgehen – und das in wirtschaftlich schlechten Zeiten. Genau an dieser Stelle kann das digitale Fernsehen punkten – die Argumente „mehr, besser, günstiger“ überzeugen TV-Haushalte von dem Einstieg in die digitale Welt via Satellit. Denn nicht die Technik, sondern der Mehrwert, die Vorteile und der Fortschritt sind es, die (neue) Technologien zu Massenmärkten machen und überzeugende Argumente am Point of Sale liefern.

HDTV wird dabei ein wichtiger Treiber für die TV-Landschaft und die gesamte Unterhaltungsindustrie werden. Spätestens hier wird Astra seiner heute schon führenden Rolle als attraktivste HDTV-Infrastruktur, als neutraler technischer Partner seiner Senderkunden und als Innovationsmotor der Branche gerecht.

2008 hat Deutschland einen wichtigen Etappensieg erreicht: Mehr als fünfzig Prozent der TV-Haushalte haben sich in den vergangenen fünf Jahren digitalisiert, mehr als elf Millionen digitale Haushalte kann Astra davon für sich verbuchen – ein Plus von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Eine gute Wegstrecke bei der Digitalisierungsquote hat Astra auch innerhalb des Empfangswegs zurückgelegt – siebzig Prozent der Satelliten-Haushalte sind digitalisiert. Anders ist die Situation im TV-Kabelbereich, wo zum Jahresende etwa dreißig Prozent der Zuschauer digitales TV empfingen.

Der Blick zu unseren europäischen Nachbarn zeigt: Je höher der Grad der Digitalisierung in einem Land, desto mehr HD-Kanäle gibt es. Musterbeispiele dafür sind England und Frankreich. Aber auch in vielen anderen europäischen Ländern werden derzeit mehr HDTV-Sender als in Deutschland ausgestrahlt. Schon im ersten Quartal 2009 verbreiteten mehr als 65 Sender hochauflösendes Programm über die Astra-Satellitenflotte. Bis 2010 wird sich diese Anzahl auf mehr als hundert HDTV-Kanäle steigern.

Auch für Deutschland prognostiziere ich einen sprunghaften Anstieg von HD-Kanälen in den nächsten zwölf Monaten. Die öffentlich-rechtlichen Sender spielen dabei eine große Rolle, aber auch im Pay-TV-Umfeld und bei den privaten Sendern wird sich bald einiges tun. Deutschland holt in Sachen HDTV gewaltig auf, und Astra ist dabei die reichweitenstärkste und innovativste technische Infrastruktur.

Das hochauflösende Fernsehen ist der logische zweite Schritt der Digitalisierung. Das Zusammenwachsen der linearen und nichtlinearen Mediennutzung sowie 3D-TV sind die nächsten Meilensteine, die Astra auf der Agenda hat.

10.04.2009 | Beitrag erstellt von Wolfgang Elsässer in standpunkt,television
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Tags: hdtv, television Views: 2076

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