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Das in den USA sehr verbreitete Crowdfunding von Medien- und Kulturprojekten gewinnt auch in Deutschland an Bedeutung. Durch die sogenannte Schwarmfinanzierung lässt sich Fremdkapital für Projekte beschaffen, indem Internetnutzer zur finanziellen Beteiligung aufgerufen werden. Der Begriff Crowdfunding wurde vor etwa sechs Jahren geprägt, als erstmals Musikalben durch Fans vorfinanziert wurden. Mittlerweile lässt sich auf ähnliche Weise auch Geld für Filme beschaffen.

Filmproduktionen verschlingen in der Regel Millionen-Summen, die zunächst – meist mit staatlicher Unterstützung – vorfinanziert werden müssen. Beim Crowdfunding soll nun ein Teil des Publikums schon vor dem Kinostart zur Kasse gebeten werden, um so die Kapitalausstattung der Filmemacher zu verbessern. Dabei helfen oft Tausende Zuschauer mit kleinen Beträgen die Kasse aufzubessern. Ende 2011 konnte dadurch erstmals eine größere Summe für ein deutsches Kino-Filmprojekt gesammelt werden: Im Dezember erhielten die Produzenten der ProSieben-Serie „Stromberg“ eine Million Euro von Unterstützern, Spendern und Investoren, die online über die Website Stromberg – der Film geworben wurden.

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Im Rahmen des 23. Medienforum.NRW werden zum 21. Mal Filmkreative mit dem Deutschen Kamerapreis ausgezeichnet. In diesem Jahr gehen etwa 420 Produktionen ins Rennen.Für einige von ihnen kam eine neue Technik zum Einsatz: die HD-Videofunktion von Spiegelreflexkameras.

Jurysitzung des Deutschen Kamerapreises 2011 in Berlin.Unter den 420 Einreichungen machen die Juroren eine neue Strömung aus: Das „große Bildformat“ – also 35 Millimeter und größer –, das bisher dem Kino vorbehalten war, taucht plötzlich in allen Kategorien auf. Man findet es über die Grenzen der Genres hinweg in unterschiedlichsten Produktionen – ob Doku, Fernsehspiel, Kurzfilm, Reportage oder Serie. Damit verbunden: neue, mutige Ansätze in der Bildgestaltung. Unschärfe bekommt in Reportagen und Dokumentationen eine neue Dimension. Sie ist Mittel, um Tiefe im Bild zu erzeugen, aber auch abstrahierendes Element, das zwischen technischer Unzulänglichkeit und virtuoser Bildgestaltung pendelt. Die bewusste „Suche nach der Schärfe“ wird auf einmal zu einer charakterisierenden filmischen Kraft.

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Die Digitalisierung der Filmvorführung könnte eine der größten technischen Revolutionen der Kinogeschichte werden. Vor allem für kleinere Kinobetriebe aber ist die erforderliche Umrüstung auch existenzbedrohend – und ein öffentliches Fördermodell noch immer nicht in Sicht.

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Deutsche TV-Programmanbieter spielen auch bei Produktionen von Kinofilmen eine zentrale Rolle. Sie sind oft Koproduzenten und zugleich Gesellschafter der großen Filmförderungen, sie beteiligen sich an der Finanzierung von Fördermaßnahmen oder strahlen kostenlos Werbespots aus. Der deutsche Filmmarkt weist andere Strukturen und Mechanismen auf als der US-amerikanische, wo die großen Major-Studios den Ton angeben. Weil die meisten Filmproduzenten in Deutschland keine starke Finanzdecke haben, brauchen sie finanzkräftige Partner. Dabei spielen vor allem die TV-Programmanbieter eine zentrale Rolle: Durch ihre monetäre Einbindung haben sie automatisch großen Einfluss auf die Produktion und alle kreativen Prozesse, die bei der Entstehung eines Films wichtig sind. Daraus aber resultiert zugleich ein Spannungsverhältnis zweier Medien, die verschiedene Ziele verfolgen.

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Ihre Arbeit geschieht im Hintergrund, aber ohne sie könnte kein Film entstehen: Postproduktionsunternehmen geben Filmen den letzten Schliff – durch den Schnitt, bei der Vertonung und mit der digitalen Bildnachbearbeitung. Nie zuvor wurden so viele Animationen und Effekte in Film und Fernsehen verwendet wie heute. Zur Postproduktion eines Films gehören außer dem Schnitt auch die digitale Nachbearbeitung der Bilder sowie ihr Vertonen und Unterlegen mit Musik. Der Bedeutungsgewinn solcher Verfahren hängt mit moderner Software und digitalen Technologien zusammen, die mehr können und weniger kosten als jemals zuvor. Hinzu kommt die wachsende Akzeptanz von High Definition (HD) und 3D-Darstellung. Die Szene ist mittlerweile breit gefächert, da die Arbeitsabläufe in der Postproduktion sehr unterschiedlich sein können – je nachdem welches Material bearbeitet wird und wie groß der Anteil an computergenerierten Effekten ist (Computer Generated Imagery: CG I beziehungsweise Visual Effects).

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